Scheinwerferprüfung: Licht-Epidemie
Anbieter zum Thema
Er scheint ansteckend zu sein, der Griff zum Digitalmodell. Dagegen ist prinzipiell nichts einzuwenden. Denen, die den Kauf eines kamerabasierten SEPs noch vor sich haben, eröffnet sich jedenfalls gerade ein deutlich wachsender Markt.
Eine Epidemie ist es nicht wirklich. Eher eine Euphorie. Auf Neudeutsch würde man sagen „Hype“. „Während unsere Mitglieder früher rund 300 Scheinwerfer-Einstellprüfgeräte pro Monat an Werkstätten und Prüforganisationen ausgeliefert haben, ist es seit Ende letzten Jahres mehr als die dreifache Menge“, berichtete Frank Beaujean vom Verband der Werkstattausrüster ASA erst vor wenigen Tagen. Das erklärt auch die zum Teil massiven Lieferzeiten von bis zu einem Jahr, die manch ein SEP-Anbieter seinen Kunden derweil zumutet – siehe Ausgabe 22-23/2018.
Nach wie vor tut sich an der Geräterichtlinienfront rein gar nichts. Die aktuelle „Richtlinie für die Prüfung von Scheinwerfer-Einstellprüfgeräten“ – sie regelt die Zulassung von SEPs im Rahmen der HU („Baumusterzulassung“) – ist immer noch die von 1981. Sie sollte schon längst überarbeitet sein. Auch weil diese nicht im Entferntesten abdeckt, was ein digitales SEP ist und wie man dessen Kamera- und Softwaretechnik auf korrekte Funktion hin überprüft. Doch selbst wenn die Richtlinie irgendwann kommt: Eine Verpflichtung für den Einsatz von Digitalgeräten wird es mit ihr, Stand heute, nicht geben. Dagegen wehren sich allen voran die Prüforganisationen. Ihnen sind die digitalen Schaukästen zu umständlich, zu langsam und zu „teuer“. Für den schnellen Check ein gutes altes Analog-SEP, so deren Tenor.
-
4 Wochen kostenlos testen
-
Danach 17,90 € / Monat
-
Jederzeit kündbar
Sie haben bereits ein Konto? Hier einloggen