Schneller, feiner, kleiner

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Bei Bosch läuft die Serienfertigung der dritten Common-Rail-Generation an.

Der Stuttgarter Automobilzulieferer startet aktuell die Serienfertigung der dritten Generation Common Rail. Besonderes Kennzeichen der neuesten Ausführung des Hockdruckeinspritzsystems für Dieselmotoren ist die "Piezo-Inline-Technik". Erste Automobile mit der dritten Generation Common Rail sollen im Spätsommer 2003 auf der IAA in Frankfurt zu sehen sein.

"Die Piezo-Inline-Injektoren der dritten Generation sind schneller, feiner und kleiner", so beschreibt Dr. Bernd Bohr, für Dieseltechnik verantwortlicher Geschäftsführer bei Bosch, die wesentlichen Unterschiede zu der bisher angewandten Technik mit Magnetventil- und Piezoinjektoren: "Erstmals kommt der wichtigste Vorteil der Piezotechnik, nämlich die Schnelligkeit, voll zum Tragen. Sind zur IAA 2003 in Frankfurt erst wenige Fahrzeuge mit dem Common Rail der dritten Generation zu sehen, so arbeiten wir bereits heute zusammen mit sechs Automobilherstellern an zehn Motorenprojekten.".

Trotz der Konzentration auf verfeinerte Systemtechnik zeichnet sich die nächste Steigerung des Maximaldrucks beim Bosch-Common-Rail bereits heute ab: Pkw-Systeme mit 1800 bar werden voraussichtlich 2005 in Serie gehen. Auch sind laut Bosch Drucksteigerungen auf mehr als 2000 bar an den Einspritzdüsen durch Druckübersetzung erzielbar, ohne den Systemdruck selbst steigern zu müssen.

Entsprechend den Entwicklungsschwerpunkten arbeiten Entwickler aber heute schon intensiv an der vierten Generation des Bosch-Common-Rail. Wesentliches Merkmal ist die "Variodüse" am Injektor. Haben bisherige Injektoren eine Lochreihe mit fünf bis sieben Düsenlöchern, durch die mit einer Schaltstufe der Kraftstoff möglichst fein im Zylinder-Brennraum verteilt wird, so hat die Variodüse zwei Lochreihen, die sich in zwei Stufen schalten lassen.

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