Seat-Händler: Stabile Marge für CI-Anpassung unerlässlich

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Das alte Problem: Rabattitis

Vor allem schlägt den Seat-Händlern das Rabatt-Thema auf die Stimmung. Im Internet sind regelmäßig Neuwagen bis zu 30 Prozent unter Listenpreis zu finden. Angesichts einer Grundmarge von 12 Prozent ist vielen Seat-Partnern dieser Abschlag nur dadurch erklärlich, dass „manche Händler etwas gleicher sein müssen beim Importeur als der Rest“. An Seat Deutschland ging die Forderung gegenzusteuern.

Vertriebschef Hans-Jürgen Kronenberg signalisierte Gesprächsbereitschaft verdeutlichte allerdings, dass die Autos mit den aggressiven Rabatten zwar von deutschen Händlern vertrieben, überwiegend aber nicht von Seat Deutschland fakturiert werden. Diese Importe könne Seat aus wettbewerbsrechtlichen Gründen nicht einfach unterbinden (GVO, freier Warenverkehr in der EU).

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Neben der Wettbewerbsverzerrung durch hohe Rabatte sehen die Partner die Gefahr, dass mehr und mehr die Wertigkeit der Marke beschädigt wird. „Das Image wird verramscht“, hieß es aus der Händlerschaft. Oder: „Wenn wir die Neuwagen über Autohaus 24 bestellen, kämen wir günstiger weg als über den Importeur.“

Dokumentation als Selbstzweck

Eine auskömmliche Rendite im Handel wird für die Betriebe noch aus einem anderen Grund wichtig: Die Margen im Service geraten unter Druck. Steigende Produktqualität und längere Wartungsintervalle machen sich in der Werkstattauslastung bemerkbar. Entsprechend forderte Frank Hoppe, Sprecher des Arbeitskreis Aftersales, den Importeur auf, die Bedürfnisse der Partner im Blick zu behalten.

Die Einpreisung von Verschleißteilen oder gar Preiserhöhungen machten es den Betrieben schwer, Kunden mit älteren Fahrzeugen in der Werkstatt zu halten. Dazu kommen umfangreiche Dokumentationspflichten in der Werkstatt, „deren Nutzen für uns nur theoretischer Natur ist“, die die Betriebe aber Zeit und Geld kosten. Kristian Kremer, Leiter Aftersales bei Seat Deutschland, versprach, die vielen Einzelkritikpunkte aus dem Werkstattbereich zu prüfen und gegenzusteuern.

Hoppe nahm hinsichtlich der Servicemarge zugleich die Betriebe selbst in die Pflicht und forderte sie auf, einerseits die Werkstattabläufe auf den Prüfstand zu stellen und andererseits zu überlegen, welche Zusatzangebote noch machbar sind, etwa im Reifengeschäft, um Kunden im Autohaus zu halten. Unterstützung im Aftersales versprach die Seat Bank mit passenden Finanzierungsangeboten.

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