Sein Ziel klar vor Augen
Mit Zeilstrebigkeit und Fleiß zum Erfolg. Das und noch einiges mehr verhalf Markus Bach zum 3. Platz beim Junior Award 2008.
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„Der Umgang mit den Kunden und die persönliche Beziehung zu ihnen sind das Wichtigste“, ist Markus Bach überzeugt. Der 29-jährige Geschäftsführer des Toyota-Autohauses Bach in Überlingen weiß, worauf es bei erfolgreichen Geschäften ankommt. Vertrieb und Marketing sind seine Steckenpferde. Dafür ist er im elterlichen Betrieb federführend verantwortlich. „Verkauf funktioniert zu 80 Prozent über die Persönlichkeit, man muss auf den Menschen zugehen.“ Dass er dies beherrscht, bestätigen sein erster Platz beim deutschen Toyota-Verkäufer-Wettbewerb im Jahr 2007 und sein dritter Rang auf europäischer Ebene.
„Was machen die Verkäufer eigentlich den ganzen Tag?“, fragte sich Markus Bach. Vor etwa sieben Monaten hat er deshalb das Thema Verkäufersteuerung forciert. Ein Programm des Herstellers gibt es noch nicht, deshalb hat er selbst ein Tool entwickelt.
Konsequente Führung
Damit koordiniert er die Verkäufersteuerung über alle fünf Filialen hinweg. Seitdem bekommt er Tagesberichte über die Kundenkontakte und im Vier-Wochen-Takt treffen sich alle Verkäufer zu einer zentralen Besprechung.
So konsequent wie er den Vertrieb strukturiert und führt, so zielstrebig hat er seine Karriere durchgezogen. Nach der mittleren Reife wechselte Markus Bach auf das Wirtschaftsgymnasium. Damals stand noch nicht fest, ob er in den elterlichen Betrieb einsteigen würde. Sein Vater hat ihn nie gedrängt. Er hat ihm viel mehr klar gemacht, dass ein eigener Betrieb Verantwortung und viel Arbeit bedeutet. Das wollte er seinem Sohn nicht aufzwingen. Die Entscheidung, in den Betrieb einzusteigen, hat Markus Bach dann schließlich allein getroffen.
Von diesem Tag an hatte er ein klares Ziel: die Geschäftsführung. Nach dem Abitur und dem Grundwehrdienst begann er die Ausbildung zum Automobilkaufmann in der Filiale Singen. Zwei Jahre später wechselte er auf die Bundesfachschule in Calw und schloss als Kraftfahrzeug-Betriebswirt ab. Die Ausbildung zum geprüften Automobilverkäufer und die Weiterqualifizierung zum „Premium-Verkäufer“ beendete er 2007. Im Management-Programm „Young Generation“ hat er sich mit Führungsstilen, Rhetorik und Unternehmensstrategien auseinandergesetzt. Inzwischen ist Bach Mitglied der Geschäftsführung und in alle Prozesse involviert. Marketing und Vertrieb sind seine Hauptaufgaben. „Nach und nach werden mir immer mehr Aufgaben übertragen“, beschreibt er. Darauf achten sein Vater und sein Onkel. Sie sind die Gesellschafter des Unternehmens und Förderer des Juniors. Der Sohn des Onkels ist ebenfalls im Betrieb. Sobald dieser seine Lehre beendet hat, sollen beide auch als Gesellschafter agieren. Für Markus Bach zählt vor allem, „dass der Geschäftserfolg vorhanden und die Situation für alle Beteiligten klar geregelt ist. Ein Geschäft ist erst dann ein Geschäft, wenn der Kunde und das Autohaus etwas davon haben.“ Deshalb ist es ihm wichtig, die Leitlinien des Unternehmens vorzuleben: beispielsweise die Verantwortung gegenüber der Natur und der Gesellschaft. „Wir beteiligen uns an der Umweltaktion ‚Plant for the planet’ und haben mit verschiedenen Schulen mehrere Hundert Bäume gepflanzt, um ein Zeichen für die Umwelt zu setzen.“ Außerdem unterstützt Bach eine Stiftung für notleidende Kinder in der Region.
Als abwechslungsreich und vielseitig charakterisiert Bach seinen Beruf: „Eigentlich habe ich sechs oder sieben Berufe. Mal bin ich Serviceassistent, mal Einkäufer, mal Lagerist oder Finanzdienstleister“, kommentiert er. Potenzial für sich sieht er im Aftersales-Bereich: „Ich möchte zukünftig mehr mit Kennzahlen arbeiten.“
Sechs Berufe in einem
Zielstrebig und engagiert ist der 29-Jährige auch bei seinem Hobby: der Musik. Als Dirigent des Musikvereins Honstetten und als Trompeter in drei Kapellen ist er oft viermal pro Woche unterwegs. „Wenn man auf dem Land aufwächst, ist ein Verein einfach Programm“, erklärt Bach. Dabei lernt er viele Leute und potenzielle Kunden kennen. Außerdem hilft ihm die Musik beim Energietanken. Bach ist sich sicher, dass in keiner anderen Branche Stillstand so schnell zum Rückschritt führt wie in der Kfz-Branche. Wenn er seinen beruflichen und privaten Weg so geradlinig weitergeht, muss ihm vor einem Stillstand allerdings nicht bange sein.
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