Senger übernimmt neun Kittner-Standorte
Zwei Jahre haben die Übernahmeverhandlungen angedauert, jetzt ist es offiziell: Zum 1. Dezember 2012 übernimmt die Senger GmbH neun Standorte der ehemaligen Kittner-Gruppe in Schleswig-Holstein.
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Die in Rheine ansässige Autohandelsgruppe Senger übernimmt zum 1. Dezember 2012 neun Standorte der ehemaligen Kittner-Gruppe. Das hat das Unternehmen am Montag auf einer Pressekonferenz bekanntgegeben. Das Traditionsautohaus Kittner war 2009 in wirtschaftliche Schieflage geraten.
Durch die Einbindung in die Senger-Gruppe sind nun die rund 400 Arbeitsplätze der VW-, Audi- und Skoda-Betriebe in Lübeck, Eutin, Neustadt, Bad Oldeslohe und Bad Segeberg gesichert. Die weit verzweigte Unternehmensstruktur und die unklar geregelte Immobiliensituation hätten die Verhandlungen so schwierig gemacht, sagte Andreas Senger, Inhaber der Senger-Gruppe, auf der Pressekonferenz im Porsche-Zentrum in Lübeck.
Im Zuge der Übernahme kommt mit Porsche eine neue Marke in das Senger-Portfolio, das bislang die Fabrikate Daimler, VW, Skoda, Audi, Seat, Peugeot, Smart und DAF umfasste. Laut Senger bleiben alle Kittner-Standorte mit ihren bisherigen Marken erhalten. „Das einzige, was sich ändert, ist der Name“, sagte Senger. Alle Kittner- und Travag-Autohäuser tragen ab Dezember den Namen Senger.
Senger will 18.000 Neu- und Gebrauchtfahrzeuge verkaufen
Nach aktuellen Berechnungen will die Gruppe künftig gemeinsam mit den Betrieben in Schleswig-Holstein an insgesamt 29 Standorten in sieben Bundesländern rund 18.000 Neu- und Gebrauchtwagen verkaufen und über 500 Millionen Euro Umsatz erwirtschaften.
Wie viel die Autohandelsgruppe in die Übernahme der Betriebe investiert hat, wollte Senger nicht sagen. „Die Verhandlungen haben sich über zwei Jahre hingezogen. Und da wir die Standorte aus der Sanierung heraus übernommen haben, ist das mit einer normalen Übernahme nicht vergleichbar“, erklärte Senger. Über die gesamte Verhandlungszeit habe der VW-Konzern Senger immer unterstützt: „VW hat uns damals angesprochen, ob wir die Betriebe übernehmen wollen. Die Initiative kam aus Wolfsburg.“
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