Service Award 2009: Neuer Standort für Mercedes

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„Wir haben viel Geld investiert, um dem Kunden all diese Dienstleistungen an einem Ort anbieten zu können“, sagt Reuter und listet auf: „Wir haben eine Geländefläche von 43.000 m2; 5.500 m2 sind bebaut, 27.500 m2 sind befestigt und 10.000 m2 sind Grünanlagen. Durch unsere zwei Einfahrten können wir die Fahrwege für Lkw und Trapos genau definieren. Zudem haben wir getrennte Werkstätten für Trapos und Lkw – das Lager befindet sich in der Mitte zwischen den Werkstätten, das hält die Laufwege für die Monteure kurz.“ Zusätzlich gibt es eine Ausstellungshalle für fünf Transporter und einen Lkw. „Wir haben heute einen Trapo-Verkäufer fest in der Ausstellungshalle – das funktioniert“, fügt Reuter an.

Angebote für die Laufkundschaft

Die Neu-Eschweiler haben sich darüber hinaus intensiv um ihr Marktgebiet gekümmert. „Wir liegen direkt an der A4, die eine der meist befahrenen Autobahnen Deutschlands ist. Sie ist die Tangente von Ost nach West und von Süd nach Nord – nämlich zu den großen Häfen Rotterdam, Hamburg und Antwerpen“, weiß Reuter. Er ließ Studenten auf Autobahnbrücken und an stark frequentierten Stellen im Umfeld des neuen Betriebs erfassen, welche Firmenfahrzeuge dort zu beobachten sind.

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„Dabei haben wir festgestellt, dass es Unternehmen gibt, deren Nutzfahrzeuge bis zu fünfmal täglich an unserem Betrieb vorbeifahren“, beschreibt Reuter. Ihnen bot er die Dienstleistung der Niederlassung an. Zudem ließen sich aus dem gesammelten Adressmaterial bestimmte Routen von durchreisenden Speditionen ermitteln. „Uns war klar, dass diese Speditionen aufgrund der Lenk- und Ruhezeiten in unserem Gebiet Halt machen müssen. Dafür waren unsere neu geschaffenen Ruheräume und unsere langen Öffnungszeiten (bis 22:00 Uhr) ideal“, freut sich Reuter. In einem ersten Mailing seien die ermittelten Speditionen auf diese Vorteile aufmerksam gemacht worden.

Kunschaft aus dem Ausland

Mit einem zweiten – emotionaleren – Mailing will Reuter derzeit die Ruhemöglichkeit in der Niederlassung bekannter machen. Hierfür verlangt er übrigens 35 Euro. „Es wäre töricht, die Übernachtung kostenlos anzubieten – dann hat sie keinen Wert“, erklärt der Serviceleiter. In einem letzten Schritt will die Niederlassung dann alle potenziellen Kunden anrufen, um ihnen die einzelnen Leistungsbausteine des Unternehmens näherzubringen. Reuter ist vom Erfolg der Maßnahmen überzeugt, zumal er schon mit dem ersten Mailing einige neue Kunden gewinnen konnte.

Die Nähe zu den Grenzen der Niederlande und von Belgien ermöglicht es der Niederlassung Aachen, auch ausländische Firmen zu betreuen. „Zu unserem Kundenstamm gehören beispielsweise die Busunternehmen der Städte Liege, Eupen und Maastrich“, gibt Reuter bekannt. Im Geschäftsbereich Bus wächst die Niederlassung Aachen durch ihren hohen Bekanntheitsgrad nun schon das dritte Jahr in Folge – ein Ende dieser positiven Entwicklung sei derzeit nicht in Sicht, resümiert der Serviceleiter.

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