Service Award 2010: Zweiter Frühling nach Geschäftsaufgabe

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Auch anderweitig haben Vater Kurt – der seinem Junior beratend zur Seite steht – und Sohn Tom die Zeichen der Zeit erkannt. Beispiel Altersstruktur: Die ist bei der Rüsselsheimer Marke keineswegs die beste, sprich der Nachwuchs fehlt. Das Team lässt sich entsprechende Marketingaktionen einfallen, um das autofahrende Jungvolk anzusprechen.

So platzierte es sich z.B. bei der Vorstellungen des Auto-Aktionsfilms „Fast & Furios“ mit einem eigenen Stand im Foyer eines Großraumkinos und spendierte drei lokalen Opelclubs eine kostenlose Filmpreview. Das kam an, und zwar richtig. „Selbst wenn da der eine oder andere selbst an seiner Kiste bastelt: Was meinen Sie, wo der seine Teile künftig holt“, gibt der gewiefte Jungunternehmer zu bedenken.

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Und auch sonst weiß der IT-Fachmann, wie er seine Zielgruppen richtig anspricht: Facebook, Twitter und Xing. Was ein bisschen klingt wie Mickey Mouse & Co., sind Medien, mit denen man die Kunden von heute und erst recht die von morgen erreicht. Auf den Internetplattformen platziert Hoefler Merchandising-Artikel und Werbebotschaften, die sich Fans der Marke bzw. seiner Firma massenweise downloaden – übertrieben, meinen Sie? 200.000 heruntergeladene Klingeltöne und 400.000 Handybilder sprechen eine deutliche Sprache! Selbst wenn die „User“ heute noch keinen Opel fahren – die meisten wissen morgen noch, wer Auto Hoefler ist.

Internet-Communities statt banaler Werbebotschaften

Aber auch Kunden von heute spricht der geschäftige Franke mit neuzeitlicher Computertechnik an. Ein eigener Opel-Webshop sorgt für „Verkehr“ auf der Homepage und für Umsatz in der Kasse, die Terminvereinbarung via Internet nutzen Kunden ebenfalls regelmäßig. Und kommt bei einer zeitwertgerechten Reparatur einmal nur ein gebrauchtes Ersatzteil in Frage, kostet das Hoefler nur wenige Mausklicks auf einer der Teilebörsen, mit denen er vernetzt ist.

Selbstverständlich pflegen die Hoeflers ihren Kundenstamm mit derzeit 8.000 Adressen regelmäßig. So sponsert das Autohaus die Veranstaltung „Klassik am See“, bei der sich am nahegelegenen Großweiher 4.500 Gäste einfinden. Eine Veranstaltungsart, mit der man nicht nur geladenen Besitzern eines Automobils aus Stuttgart eine Freude machen kann.

Da sich die Wiederaufnahme des Geschäftsbetriebs und die Qualität des Hoeflerschen Services in Opelfahrerkreisen sehr schnell herumgesprochen hat, verwundert es kaum, dass der konkurrierende Mitbewerber – auch durch eigene Fehler – rasch in Bedrängnis geriet. Ende 2008 gab er seinen Geschäftsbetrieb auf. Hoefler zögerte nicht lange und übernahm nicht nur den Großteil des Kundenstamms, sondern auch 25 Mitarbeiter (inkl. Lehrlinge) und verdoppelte damit mal eben sein Personal.

Dabei zeigte der Unternehmer nicht nur wirtschaftliche Weitsicht, sondern auch soziales Engagement. Letzteres ist für Hoefler nicht Kür, sondern Pflicht. Er weiß: Nur motiviertes Personal ist gutes Personal. Entsprechend betreibt er sein Marketing auch nach innen. Mehrere gemeinsame Veranstaltungen pro Jahr gehören genauso zum „Mitarbeiter-Wellnessprogramm“ wie umfangreiche Schulungsmaßnahmen z. B. in Form kostenloser Persönlichkeitstrainings. Somit schafft Hoefler heute die Voraussetzungen für einen guten Service von morgen. Getreu dem Firmenmotto „Immer günstig, immer besser“.

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