Service Award 2011: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt

Seite: 2/2

Firmen zum Thema

Für alles eine eigene Marke

Oder der Kunde gehört zu der Klientel, der ein serienmäßiger Mercedes oder Smart zu gewöhnlich ist und der sich gerne ein Plus an optischem wie technischem Biss wünscht? Null Problemo: Dank „Schmolck Veredelung und Tuning“ wird auch ihm geholfen. Auch hier zeigte Bernhard Schmolck den Mut, neue Wege zu gehen. Ein eigener „Tuning-Verkäufer“ für die Hausmarke Brabus schaffte es mittlerweile, den Betrieb zum zweitgrößten Brabus-Partner Deutschlands zu pushen. Noch einmal zum mitschreiben: das alles in einer 25.000-Einwohner-Kreisstadt am Rande der Republik!

Hinzu kommt ein eigenes IT-Rechenzentrum. „Seit 2000 versorgt ‚Care‘ von Schmolck-IT nicht nur unsere vier eigenen Betriebsstätten mit selbst entwickelter und passgenauer Autohaus-EDV, sondern sogar auch vier Fremdbetriebe“, erklärt Georg Sijak, Prokurist und kaufmännischer Leiter, nicht ohne Stolz. Motto: „Was nicht passt, wird passend selbst gemacht.“ Dass die umtriebigen Stern-Experten gerade mit „Schmolck Classic“ an ihrer nächsten Eigenmarke basteln, ist nur logisch.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 8 Bildern

Merken Sie etwas? Genau: die Marke neben der Marke. Obwohl man der Partner eines großen Fahrzeugherstellers ist, positioniert Schmolck die eigene Marke, wo immer es nur geht. Denn sie ist es, die für guten und umfassenden Service vor dem Kunden steht, nicht die des Autobauers – ein Umstand, den bisher nicht alle Autohäuser erkannt haben. Da verwundert es schon fast, dass es noch nicht die Marke „Schmolck Räder & Reifen“ gibt. Wenn auch kein Geheimtipp, so ist das Thema Reifeneinlagerung nach wie vor ein wichtiges Instrument im Service. 2.200 eingelagerte Rädersätze bedürfen keiner weiteren Erläuterung, oder?

Marketing nach Innen

Doch nicht nur nach außen tut die Geschäftsführung alles, um ein Maximum an Service zu bieten. Auch die eigenen Mitarbeiter erfahren volle Aufmerksamkeit. Denn sie sind es, die die Arbeit machen, für die Schmolck die Taler seiner Kunden erhält. Ein Beispiel: Seit 2010 erhalten alle Servicemitarbeiter zusätzlich zu ihrem Grundlohn feste Prämien, bei denen neben der Effektivität auch die Kundenzufriedenheit ein Bemessungsfaktor ist. Bei der Effektivität kommt es nicht auf die Zahl der verkauften AWs an, sondern auf die tatsächlich fakturierten. D. h., nicht nur die Leistung des Mechanikers zählt, sondern die des gesamten Teams.

Dass nicht nur gute Servicequalität für Kundenzufriedenheit und Umsatz sorgt, weiß man auch bei Schmolck. Deshalb ziehen die Verantwortlichen auch beim Marketing alle Register. So sorgen die 2.000 eigenen Kundenkarten nicht nur für eine gute Kundenbindung, sondern dank Rechnungsabbuchung auch für wenig Arbeit im Mahnwesen. Ausgeklügelte Autohausevents wie „Kultur unterm Stern“ oder der VIP-Abend „Klasse Frauen“ sorgen zusammen mit den fast 50 weiteren Veranstaltungen im Jahr für ein reichlich positives Image. Und sie strafen vielleicht den einen oder anderen Lügen, der vor 13 Jahren meinte: „Mach bloß kein Autohaus auf!“

(ID:382567)