Skoda Fabia Combi: Mehr als ein Lastenträger

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Die Antriebspalette ist komplett neu und umfasst nun zwei Diesel und drei Benziner. Das Leistungsband reicht von 55 kW/75 PS bis 81 kW/110 PS bei den Benzinern, die Diesel leisten 55 kW/75 PS und 77 kW/105 PS. Zu den volumenstärksten Aggregaten zählt der 1,0-Liter-Einstiegs-Dreizylinder. Die 55 kW/75 PS reichen für ein halbwegs flottes Vorankommen, allerdings geht dem Aggregat bei bergigen Passagen schnell die Puste aus. Schalten ist angesagt, will man die mit 95 Nm nicht eben üppige Durchzugskraft gut nutzen.

Der 1,2-Liter-TSI mit 66 kW/90 PS (ab 14.340 Euro) dürfte für Fahrer mit Autobahnambitionen die bessere Wahl sein, zumal dieses Aggregat mit einem Durchschnittsverbrauch von 4,7 Litern um 0,1 Liter sparsamer ist als der Basismotor. Er schafft immerhin eine Höchstgeschwindigkeit von 185 km/h gegenüber den 172 km/h des Basismodells.

Die Kraftübertragung erfolgt bei allen Motoren – mit Ausnahme des Toptriebwerks mit 81 kW/110 PS – serienmäßig über ein Fünfgang-Getriebe. Typisch Kleinwagen ist auch das Fahrverhalten. Gutmütig nimmt der Combi schnell gefahrene enge Kurven, zum Kurvenjäger ist er aber nicht gemacht, dafür federt er die meisten Bodenwellen ordentlich weg. Die neue, elektromechanische Lenkung vermittelt außerdem ein präzises Steuergefühl. Die ehemals leistungsstärkste Version RS, zuletzt mit 132 kW/180 PS, wird vermutlich in der Neuauflage nicht mehr realisiert. Aber als kleinen Trost offeriert Skoda im Herbst die Monte-Carlo-Version. Die wird vermutlich nicht nur durch optischen Zierrat Sportlichkeit suggerieren, sondern auch mehr bieten als 110 PS.

Magere Basisausstattung

Ab 13.090 Euro ist der Ladekünstler zu haben. Allerdings ist das „Active“ genannte Basisniveau mager ausgestattet. Wer unter anderem Wert legt auf eine Klimaanlage, Bordcomputer, elektrische Fensterheber sowie elektrisch verstellbare Außenspiegel, einen in der Höhe justierbaren Arbeitsplatz und City-Notbremsfunktion oder mit dem schwarz-grauen Interieurfarbton hadert, sollte gleich die zweite Ausstattungsstufe (Ambition) wählen. Natürlich kann der Kunde dennoch weiteres Geld für Bequemlichkeit, Aussehen sowie Sicherheit ausgeben. Schlüsselloser Zugang steht genauso wie schicke Leichtmetallfelgen oder ein Müdigkeitserkennungssystem zur Wahl. Nur bei der Außenfarbgestaltung gibt es keinen großen Spielraum. Eine Zweifarbenlackierung wie bei der Limousine gibt es nicht.

Bislang entschieden sich 40 Prozent der Fabia-Käufer für das kleine Raumwunder. Dieser Anteil dürfte jetzt aufgrund des schickeren Aussehens und des großzügigen Kofferraumvolumens wachsen, zumal die klassische Kombi-Konkurrenz zurzeit nur aus den zwei eingangs genannten Mitbewerbern besteht. Und nicht jeder Interessent mit Ladebedarf will als Alternative einen SUV fahren, schließlich hat eine große Klappe auch ihre ganz eigenen Reize.

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