Skoda-Partner fordern Verursacherprinzip im Motorenskandal

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Die Ausgestaltung der Servicebedingungen ist dem Partnerverband nicht zuletzt deshalb sehr wichtig, da er sich grundsätzlich mit dem Importeur einig ist, dass im Aftersales für die Betriebe noch viel bisher ungenutztes Potenzial liegt. Das mag auch daran liegen, dass die Skoda-Händler mit dem Autoverkauf tatsächlich Geld verdienen. Die Rendite bewegt sich in diesem Jahr bisher auf Vorjahresniveau.

Gute Renditesituation kann schnell kippen

Gerade in diesem Punkt sorgt die aktuelle Situation allerdings für wachsende Risiken, verdeutlichte Kersten Borst, Sprecher des Arbeitskreises Betriebswirtschaft. Seine Sorge gilt dabei den Umrüstungen, die die Werkstätten für reguläre Arbeiten verstopfen, sinkender Kundenloyalität oder einem Wertverfall der Gebrauchtwagen, was insbesondere bei Leasingrückläufern zum Problem werden kann. „Langfristig bleibt uns eine Konsequenz auf die Rendite nicht erspart“, prognostizierte Borst. Auch forderten er und Peckruhn, den Kundenzufriedenheitsbonus grundsätzlich auszuzahlen, um Schwankungen wegen der Abgas-Manipulationen entgegenzuwirken und den Aufwand der Partner in der Betreuung verunsicherter Kunden zu honorieren.

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Mit einer Maßnahmenliste von der Reduzierung oder Zusammenlegung zeitraubender Audits bis hin zur Kostenübernahme für Werkstattersatzwagen will der Händlerverband diesen Konsequenzen allerdings entgegenwirken. „Ich nehme Ihre Themen an“, versicherte Labbé auch im Namen ihres zahlreich anwesenden Führungspersonals. Alle Wünsche zu erfüllen, wollte und konnte sie nicht zusichern. Man werde aber die großen Brocken gemeinsam anpacken und kleine Stolpersteine schnell wegräumen.

Persy in den Vorstand kooptiert

Neben dem konstruktiv-kritischen Austausch mit dem Importeur regelten die Jahreshauptversammlung einige Formalien. So können gemäß einer einstimmig angenommenen Satzungsänderung auch Firmenmitarbeiter ein Verbandsmitglied auf der Hauptversammlung vertreten. Der Vorstand des Verbands wurde zudem – ebenfalls einstimmig – entlastet.

Weiterhin stellte die Verbandsführung ein neues Vorstandsmitglied vor: Hans-Jürgen Persy, Vorstandssprecher der Löhr + Becker AG, wurde in die Verbandsführung kooptiert und soll dort seine Kompetenz im Großkundengeschäft einbringen, das Skoda ab Januar mit etwa 100 Großkunden-Leistungszentren professionalisiert. Löhr + Becker hat derzeit sechs Skoda-Standorte und ist mit den VW-Konzernmarken seit langem im Großkundengeschäft aktiv.

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