Skoda zieht bei Standards kräftig an

Von Christoph Baeuchle

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Nun auch Skoda: Wie einige andere Fabrikate erhöht auch die tschechische Marke die Servicestandards. Vor allem kleinere Partner trifft dies hart, sie fürchten das Aus.

(Foto:  Skoda)
(Foto: Skoda)

Skoda Deutschland erhöht die Anforderungen an seine Servicepartner. Ab 2016 gelten für die Betriebe höhere Standards, die mit neuen Kosten verbunden sind. Damit folgen die Tschechen dem Beispiel anderer Marken, die wie Volkswagen die Servicestandards kräftig erhöhen.

Wie »kfz-betrieb« aus dem Händlernetz erfuhr, kommen auf die Betriebe sowohl Investitionen in die Ausstattung als auch ins Personal zu. So müssen die Partner beispielsweise in ein neues Achsmessgerät investieren.

Doch vor allem erhöht die Marke aus dem VW-Konzern die Anforderungen an die Mitarbeiter der Betriebe. Probleme könnte es vor allem für kleinere Partner geben, bei denen der Chef in der Regel mehrere Funktionen in Personalunion vereint. „Die bislang bestehende Personalunion wird völlig zerpflückt“, sagte ein Skoda-Servicepartner, der nicht genannt werden will.

Auch bei der Qualifizierung der Servicemitarbeiter zieht Skoda an. Demnach kommen auf die Betriebe weitere Schulungen zu. Damit geht die Erhöhung der Schulmannstage einher. Aus Sicht eines größeren Skoda-Partners ist dies notwendig: Nur so könne ein Betrieb bei der technischen Entwicklung auf der Höhe der Zeit bleiben.

Doch was für größere Betriebe als selbstverständlich erscheint, ist insbesondere für kleine Partner kaum zu bewältigen. Für sie wird die Erhöhung der Servicestandards zu einer großen Herausforderung. Ein kleiner Servicepartner, der anonym bleiben will, klagt: „Für kleine Betriebe sind die Vorgaben nur schwer zu schaffen. Ich gehe davon aus, dass mit der Standarderhöhung eine Bereinigung des Servicenetzes stattfinden soll.“

Ein Blick auf die Zahlen scheint den Befürchtungen der kleineren Betriebe zu stützen. Rund 900 reine Servicepartner plus knapp 600 Händler umfasst das Skoda-Netz. Dem stand Anfang des Jahres laut Kraftfahrt-Bundesamt ein Bestand von rund 1,5 Millionen Fahrzeugen gegenüber. Bei anderen Marken ist das Verhältnis zwischen Partner und Bestand wesentlich besser gestaltet: So hat Toyota einen ähnlich hohen Fahrzeugbestand, doch das Netz besteht aus lediglich 150 Servicepartnern plus rund 550 Vertriebspartnern.

Auf Anfrage von »kfz-betrieb« wollte sich Skoda Deutschland nicht zu den höheren Standards und den weiteren Plänen mit dem Servicenetz äußern. Doch spätestens am Samstag wird die Marke mit dem Thema konfrontiert: Dann wird Skoda seinen Partnern auf der Händlerversammlung Rede und Antwort stehen müssen.

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