Sonderschichten für den neuen Golf

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Die große Nachfrage nach dem Golf V zwingt Volkswagen zu Sonderschichten. Der Wolfsburger Autobauer will nach eigenen Angaben bis zum Jahresende 2003 bereits 135.000 Einheiten verkaufen.

Volkswagen befindet sich in Nöten. Doch diesmal ist der Grund für den Wolfsburger Autobauer erfreulich. "Die Nachfrage nach dem Golf V ist so groß, dass wir etwas unternehmen müssen", wird ein Firmensprecher im Onlinedienst der Wirtschaftszeitung "Handelsblatt" zitiert. Auf Grund der großen Nachfrage nach dem Brot-und-Butter-Auto, dass in den nächsten Tagen im Handel stehen wird, führen Management und Betriebsrat Gespräche über Sonderschichten. Nach jüngsten Unternehmensangaben liegen bereits mehr als 40.000 Bestellungen für das Auto vor. Der Golf ist nach Worten von VW-Chef Bernd Pischetsrieder für 15 Prozent des Volkswagen-Umsatzes und nahezu die Hälfte des Ertrages der Marke VW verantwortlich, heißt es weiter.

Volkswagen will nach eigenen Angaben bis Ende 2003 bereits 135.000 Einheiten des neuen Golf verkaufen. Für das kommende Jahr ist ein Absatz von rund 600.000 Einheiten geplant. Der Betriebsrat hatte in der vergangenen Woche erklärt, dass er damit rechne, dass die Unternehmensleitung im Stammwerk Wolfsburg weitere Sonderschichten für den neuen Golf vorsieht. Ende Oktober laufen nach Angaben der Arbeitnehmervertretung die bislang bereits für das Modell vereinbarten je sieben Frühschichten an Samstagen und Nachtschichten von Sonntag auf Montag aus.