Kfz-Gewerbe Baden-Württemberg Staatshilfen müssen her

Von Doris S. Pfaff

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Das Autojahr 2021 zeigt für das Kfz-Gewerbe Baden-Württemberg fast nur rote Zahlen. Sorgen bereiten der zunehmende Direktvertrieb und die steigenden Kosten durch die E-Mobilität. Verbandspräsident Michael Ziegler fordert daher staatliche Hilfen.

Michael Ziegler fordert die Politik auf, die Kfz-Betriebe bei der Transformation zur E-Mobilität ebenso zu unterstützen, wie die Autoindustrie.(Bild:  Kfz-Gewerbe Baden-Württemberg)
Michael Ziegler fordert die Politik auf, die Kfz-Betriebe bei der Transformation zur E-Mobilität ebenso zu unterstützen, wie die Autoindustrie.
(Bild: Kfz-Gewerbe Baden-Württemberg)

Verbandssprecherin Birgit Leicht sprach von einem „verrückten Autojahr“ für das Kfz-Gewerbe Baden-Württemberg. Denn die roten Zahlen rührten allein daher, dass im Geschäftsjahr 2021 durch die Lieferengpässe schlichtweg Neuwagen im Verkauf fehlten. Der Gesamtumsatz sank um 6,4 Prozent auf 24,5 Milliarden Euro. Die Rendite lag bei 1,3 Prozent.

3,7 Prozent weniger Neuwagen wurden zugelassen. Der Anteil der Autohändler daran rutschte von rund 64 auf 61 Prozent. „Die Zahlen zeigen, dass die Hersteller ihre eigenen Vertriebskanäle forcieren. Mehr als jeden dritten neuen Pkw haben die Hersteller abgesetzt“, kritisierte Verbandspräsident Michael Ziegler. Der Direktvertrieb sei ein Angriff auf das Geschäftsmodell der Autohändler.