ADAC-Test Stadt-Land-Gefälle bei den Preisen für Kfz-Service

Quelle: sp-x 2 min Lesedauer

In der Großstadt sind viele Dienstleistungen teurer als auf dem Land. Das gilt häufig auch für Inspektion und Wartung von Pkw.

Die Preise für Kundendienstarbeiten variieren sehr stark.(Bild:  ADAC e.V.)
Die Preise für Kundendienstarbeiten variieren sehr stark.
(Bild: ADAC e.V.)

Mit einer Werkstatt außerhalb der Zentren lassen sich mehrere hundert Euro sparen, wie der ADAC bei einer Stichprobe ermittelt hat. Der Club hat in den Regionen Hamburg, Köln und München insgesamt 120 Kostenvoranschläge bei Markenwerkstätten von BMW, Dacia, Hyundai, Mercedes-Benz und Volkswagen angefragt. Die Preise variierten deutlich.

Welche Rolle der Standort letztlich spielt, hängt aber auch von der Marke ab. Bei Volkswagen lagen die städtischen Preise demnach durchgängig höher, während Mercedes-Benz über alle Standorte hinweg ein gleichmäßiges Preisniveau aufwies. Im Mittel fielen die Angebote in Köln etwas günstiger aus als in Hamburg oder München.

Bei den Anfragen fielen die Kostenvoranschläge für Elektroautos mindestens ein Drittel geringer aus als für vergleichbare Verbrenner. Ausnahme: Dacia.(Bild:  ADAC e.V.)
Bei den Anfragen fielen die Kostenvoranschläge für Elektroautos mindestens ein Drittel geringer aus als für vergleichbare Verbrenner. Ausnahme: Dacia.
(Bild: ADAC e.V.)

Auch das jeweilige Auto macht einen Unterschied. Bei den Anfragen waren die Kostenvoranschläge für Elektroautos mindestens ein Drittel niedriger als für vergleichbare Verbrenner. Grund ist der geringere Wartungsaufwand bei E-Autos, die weniger mechanische Bauteile und damit weniger Verschleißteile haben – etwa kein Motoröl, keinen Ölfilter und keine Zündkerzen, die regelmäßig zu wechseln sind. Allerdings lagen die Stundensätze für Arbeiten an Elektroautos häufig um 17 Prozent höher als bei Verbrennern. Technisch lasse sich das nicht begründen, kritisiert der Club.

Kritik übt der ADAC auch an Kommunikation und Transparenz vieler Betriebe. Mehr als jede fünfte Werkstatt antwortete demnach gar nicht auf die Anfrage, auch nicht nach mehrmaliger Nachfrage. In 56 Fällen ging ein kalkulierter Kostenvoranschlag ein, davon waren 39 Angebote detailliert und nachvollziehbar aufgeschlüsselt. In 38 Fällen erhielten die Tester lediglich Pauschalbeträge. Vor allem BMW sowie Volkswagen hätten detaillierte Kostenvoranschläge vorgelegt.

Autofahrer sollten vor einer Inspektion mehrere Angebote einholen, rät der Automobilclub auf Basis der Stichprobe. Zudem sollten sie auf einem schriftlichen und möglichst detaillierten Kostenvoranschlag bestehen, bei Unklarheiten nachfragen und ein Kostenlimit inklusive Rückmeldung bei größeren Abweichungen vereinbaren. Außerdem könne es sich lohnen, nach Mobilitätsangeboten für die Standzeit zu fragen – etwa Ersatzwagen oder ÖPNV-Tickets.

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