Kfz-Gewerbe Baden-Württemberg Steigende Sozialabgaben gefährden Autohäuser

Von Nick Luhmann 1 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Zu hohe Sozialabgaben, zu viel Bürokratie und fehlende Gegensteuerung durch die Politik:Verbandspräsident Michael Ziegler vom Kfz-Gewerbe Baden-Württemberg sieht mittelständische Kfz-Betriebe zunehmend gefährdet.

Michael Ziegler, Päsident des Kfz-Gewerbes Baden-Württemberg, fordert von der Politik Gegenmaßnahmen, so bei der Senkung der Sozialabgaben, damit mittelständische Betriebe eine Zukunft haben. (Bild:  Kfz-Baden-Württemberg)
Michael Ziegler, Päsident des Kfz-Gewerbes Baden-Württemberg, fordert von der Politik Gegenmaßnahmen, so bei der Senkung der Sozialabgaben, damit mittelständische Betriebe eine Zukunft haben.
(Bild: Kfz-Baden-Württemberg)

Mit Sorge schließt sich Michael Ziegler, Präsident des Kfz-Gewerbes Baden-Württemberg, der Kritik von Steffen Kampeter, Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), an, der in einem Interview vor steigenden Sozialabgaben warnte und eine grundlegende Reform der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen forderte.

„Steffen Kampeter hat den Finger in die Wunde gelegt: Wenn die Sozialabgaben wie prognostiziert auf über 42 Prozent steigen, wird das zum Kipppunkt für viele unserer mittelständischen Betriebe“, warnt Verbandspräsident Michael Ziegler.

„Unsere 3.800 Autohäuser und Werkstätten in Baden-Württemberg erleben täglich, was der BDA-Chef beschreibt: Die Summe aus steigenden Abgaben und ausufernder Bürokratie droht die Betriebe zu erdrücken“, betont Ziegler. Und sagt weiter: „Der Meister verbringt heute teils mehr Zeit am Schreibtisch als in der Werkstatt – das ist der falsche Weg für den Wirtschaftsstandort Deutschland.“

Forderung nach flexiblerem Renteneintrittsalter

Auch der BDA-Forderung nach einem flexibleren Renteneintrittsalter stimmt Ziegler zu: „Wir brauchen flexible Lösungen statt starrer Altersgrenzen. Gerade in unserer Branche haben wir viele erfahrene Fachkräfte, die gerne länger arbeiten würden. Aber wir brauchen dafür die richtigen Anreize.“

Der Verbandspräsident warnt vor den Folgen der aktuellen Politik. Die steigenden Energiekosten und hohe Steuerbelastung trieben viele Investitionen ins Ausland, während sich das Kfz-Gewerbe mit bundesweit rund 470.000 Beschäftigten als wichtiger Beschäftigungsanker den ungünstigen Rahmenbedingungen ausgesetzt sehe. Gleichzeitig wird das Auto durch politische Maßnahmen systematisch verteuert. Ziegler: „Die individuelle Mobilität droht zum Luxusgut zu werden.“

Ziegler kritisiert weiter, dass trotz der Fehlentwicklung der deutschen Wirtschaft konkrete Maßnahmen fehlen, um die Ursachen zu beseitigen. Er fordert ein Sofortprogramm für den Mittelstand mit fünf konkreten Punkten: Senkung der Unternehmenssteuern, Digitalisierung der Verwaltung, Reform des Arbeitszeitgesetzes, günstigere Energiepreise und Entbürokratisierung der Förderlandschaft.

(ID:50328933)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung