Schadensbilanz der Autoversicherer 128 Millionen Euro Schäden wegen Marderbissen

Von Nick Luhmann 1 min Lesedauer

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Zehn Prozent mehr Versicherungsfälle durch Marderbisse zählten die deutschen Versicherungen. Wegen der stark gestiegenen Reparaturkosten führte das im vergangenen Jahr zu einen Rekordschadenwert von 128 Millionen Euro.

Marder sind bei Autofahrern gefürchtet: Im vergangenen Jahr gab es zehn Prozent mehr Schadensfälle an den Fahrzeugen durch Tierbisse.(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Marder sind bei Autofahrern gefürchtet: Im vergangenen Jahr gab es zehn Prozent mehr Schadensfälle an den Fahrzeugen durch Tierbisse.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Laut einer aktuellen Auswertung des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) haben Marder im Jahr 2023 an etwa 235.000 kaskoversicherten Fahrzeugen Schäden verursacht. Dies entspricht einem Anstieg um knapp zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Die durchschnittlichen Kosten pro Marderbiss sind ebenfalls gestiegen – die Versicherer mussten für jedes Vorkommnis im Schnitt fast 550 Euro aufbringen. Das entspricht einem Anstieg von etwa zwölf Prozent. Die Gesamtverluste durch Marderangriffe summieren sich laut der GDV damit auf einen Rekordwert von 128 Millionen Euro, was einem Anstieg um rund 23 Prozent im Vergleich zu 2022 entspricht.

Anja Käfer-Rohrbach, stellvertretende Hauptgeschäftsführerin des GDV, führt dies vor allem auf die gestiegenen Lohnkosten in den Werkstätten zurück, die mittlerweile im Durchschnitt 188 Euro brutto pro Stunde betragen. Vor allem Fahrzeuge, die häufig an wechselnden Standorten parken, sind von Marderbissen betroffen. Die Tiere suchen sich gerne die warmen Motorenräume als Rückzugsort und markieren ihr Revier. Das kann dazu führen, dass ihre Artgenossen die markierten Teile zerbeißen.

Zur Vorbeugung gegen Marderschäden empfehlen Experten folgende Maßnahmen: Eine gründliche Reinigung des Motorraums nach einem Marderbesuch, das Anbringen von Schutzgitter unter dem Motor, der Einsatz von Abwehrsystemen, die mit Ultraschall oder Stromstößen arbeiten, sowie das Ummanteln von Kabeln und Schläuchen mit Hartplastik.

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