Studie: Servicemarkt schrumpft um 15 Prozent

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Diese Erkenntnis wiederum kann herstellergebundene Vertragswerkstätten derzeit wenig beruhigen, werden ältere Fahrzeuge doch noch immer überwiegend von freien Werkstätten und Werkstattketten betreut. Wollen die Markenwerkstätten in diesem Kundenkreis punkten, müssen sie dieser preissensiblen Zielgruppe Angebote zur zeitwertgerechten Reparatur erstellen, rät die Studie. Dazu ist die Unterstützung der Automobilhersteller in Form von preiswerten Ersatzteilen erforderlich. „Ältere Fahrzeuge sind für Vertragswerkstätten eine große Herausforderung, aber auch eine große Chance“, sagte der IFA-Direktor Prof. Willi Diez.

Professionelles Gegensteuern

Um Chancen zu nutzen, definierte Diez mehrere Handlungsfelder für Autohäuser. Dazu zählte er die bessere Nutzung von Cross-Selling-Potenzialen und die Digitalisierung der Serviceprozesse. Durch die steigende Vernetzung von Fahrzeugen, auch zum Hersteller, ergäben sich zudem neue Ansatzpunkte für Vertragswerkstätten. Dass die freien Betriebe wegen des Datenflusses zur Markenkonkurrenz verunsichert seien, ist laut Diez nachvollziehbar und auch angebracht.

Vor allem aber erfordern die künftigen Herausforderungen im Aftersales Diez zufolge eine zunehmende Professionalisierung in diesem wichtigen Geschäftsfeld des vertragsgebundenen Automobilhandels: „Das Aftersales-Geschäft ist definitiv Chefsache und muss in der Geschäftsführung von großen Automobilhandelsgruppen entsprechend verankert werden“, fordert Diez.

Kontakt und Bezugsmöglichkeiten

Die Studie „Strategien und Erfolgsfaktoren für eine nachhaltige Profitabilität im After Sales“ kann zum Preis von 89 Euro bezogen werden bei Barbara-Jutta Conzelmann, Dekra Automobil GmbH, Tel. 0711 / 7861-2414, E-Mail: barbara-jutta.conzelmann@dekra.com. Sie wurde unter der Leitung von Prof. Willi Diez am Institut für Automobilwirtschaft (IFA) an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt (HfWU) Nürtingen-Geislingen im Auftrag der Dekra Automobil GmbH erstellt.

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