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Im Innenraum macht der Swift mit dem Generationswechsel große Fortschritte. Je nach Ausstattung gibt es ein ein- oder mehrfarbiges 4,2-Zoll-Multifunktionsdisplay. Zudem können Kunden ein Infotainmentsystem samt Smartphone-Einbindung über Apple Carplay oder Android Auto samt einem Sieben-Zoll-Touchscreen bestellen. Große Spielereien im fahrerorientierten Cockpit spart sich Suzuki, ein Schalterlabyrinth zählt nicht zum Inventar des Swift.
Obwohl das Auto mit 1,49 Metern Höhe etwas flacher ist als bisher, reisen Passagiere im neuen Swift deutlich komfortabler. Beispielsweise hat Suzuki die Vordersitze zwei Zentimeter tiefer als bislang eingebaut, hinten sogar viereinhalb Zentimeter tiefer. Das sorgt für gute Kopffreiheit aller Beteiligten. Um die Einquetschgefahr auf der Rückbank zu senken hat der Hersteller außerdem den Radstand um zwei Zentimeter auf 2,45 Meter verlängert. Das Kofferraumvolumen steigt um 25 auf 265 Liter, bei umgeklappten Rücksitzen schluckt der Swift 947 Liter. Wenig rückenfreundlich ist dabei aber die relativ hohe Ladekante in Kombination mit dem sehr tiefen Ladeboden.
Zu Preisen äußert sich Suzuki bislang noch nicht konkret, sie sollen sich aber einigermaßen an denen der aktuellen Generation orientieren. Bislang startet der Fünftürer bei rund 14.500 Euro, den Dreitürer gibt es ab 11.200 Euro. Genauere Angaben liefert Suzuki Deutschland zu den Absatzzielen und der Zielgruppe. Rund 7.500 Einheiten will der Importeur noch in diesem Jahr hierzulande verkaufen. Im Visier hat die Marke dabei weiterhin vor allem junge Kunden. Der durchschnittliche Swift-Fahrer ist derzeit zwischen 42 und 43 Jahre alt, damit zählt der Kleinwagen zu den Modellen mit den jüngsten Fahrern im Wettbewerb. Ein Suzuki-Sprecher machte bei der Präsentation des Autos klar: „Wir wollen, dass das so bleibt.“
Cool oder billig?
Bleibt abschließend noch ein Blick auf das Design. An dieser Stelle kommt ein schöner Nebeneffekt der Kicker-Facebook-Kampagne zum Tragen: es gibt direktes Feedback, und wie ließe sich das besser nutzen, als in Designfragen. Ganz einig sind sich die Kicker-Leser offenbar nicht. „Sowohl Swift als auch Vitara sehen immer billiger aus. Aber über Geschmack lässt sich ja bekanntlich streiten“, kommentiert ein User. Ein anderer hält mit „ungelogen, das Ding ist cool“ dagegen.
Wie erwähnt ist der Swift etwas flacher als bislang, die Schultern fallen dagegen deutlich breiter aus (1,73 Meter, +4 Zentimeter). So wirkt der Swift künftig etwas kraftvoller, auch der in die Breite gezogene und steiler stehende Kühlergrill sowie die kürzeren Überhänge vorne und hinten tragen dazu bei. Ein gelungener Kniff sind die versteckten Griffe der Hintertüren in den C-Säulen.
Suzukis Händler können sich jedenfalls auf den 13. Mai freuen. Dann bekommen sie eine durchaus überzeugende sechste Generation des Swift auf den Hof. Die wenigen kleinen Macken können das positive Gesamtbild kaum trüben. Das Potenzial, die Erfolgsgeschichte des Swift in Deutschland weiter fortzuschreiben, hat die Neuauflage in jedem Fall.
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