Klimaschutz bei Nutzfahrzeugen ZDK fordert Technologieoffenheit bei Lkw

Von Nick Luhmann 1 min Lesedauer

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Bei einer Anhörung des Kfz-Gewerbes vor dem Bundesverkehrsministerium forderte der ZDK, synthetische Kraftstoffe bei der Festlegung der Flottengrenzwerte für Nutzfahrzeuge zuzulassen. Denn nur so seien die Klimaziele auch im Straßengüterverkehr erreichbar.

Bei der Festlegung der Flottengrenzwerte für Nutzfahrzeuge fordert der ZDK von der Bundesregierung, auch synthetische Kraftstoffe zu berücksichtigen.(Bild:  Promotor)
Bei der Festlegung der Flottengrenzwerte für Nutzfahrzeuge fordert der ZDK von der Bundesregierung, auch synthetische Kraftstoffe zu berücksichtigen.
(Bild: Promotor)

Technologieoffenheit ist aus Sicht des ZDK bei der Festlegung der Flottengrenzwerte für Nutzfahrzeuge absolut erforderlich, wenn die Bundesregierung ihre Klimaziele erreichen will. „Für einen schnellen Hochlauf der Elektromobilität im Nutzfahrzeugbereich kommt es darauf an, dass es ausreichend bezahlbare batterieelektrische Nutzfahrzeuge und eine hierfür ausgelegte Ladeinfrastruktur gibt. Da gibt es noch viel zu tun. Außerdem ist die Berücksichtigung eines Carbon Correction Factors (CCF) entscheidend, um den Einsatz von fortschrittlichen Biokraftstoffen und synthetischen E-Fuels auch in Zukunft zu ermöglichen“, erklärte Dr. Kurt-Christian Scheel, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) am Donnerstag, 8 Februar, bei einer Anhörung der Wirtschaftsverbände im Bundesverkehrsministerium zur EU-Flottenregulierung für schwere Nutzfahrzeuge in Berlin.

Durch diesen Faktor würden synthetische E-Fuels und fortschrittliche Biokraftstoffe in die Berechnung der Flottenemissionen einbezogen, was zu einer raschen Verringerung der Emissionen führen würde. Diese Maßnahme würde nicht nur zur Reduzierung der CO2-Emissionen beitragen, sondern auch den Übergang zu alternativen Antrieben beschleunigen.

„Eine einseitige Fokussierung nur auf batterieelektrische Nutzfahrzeuge wäre mangels verfügbarer und bezahlbarer Fahrzeuge und einer geeigneten Infrastruktur keine Garantie für einen erfolgreichen Klimaschutz. Vielmehr würde die Haltedauer der bestehenden Lkw-Flotten verlängert“, so Scheel weiter.

Technologieoffene Maßnahmen seien erforderlich, um die Flottenemissionen schnell und effektiv zu reduzieren. „Hersteller und Politik sind gefordert, ihre Versprechen zügig einzulösen“, so Scheel weiter. „Sonst kommen wir beim Klimaschutz im Straßengüterverkehr nicht voran.“

Der ZDK vertritt rund 5.000 Nutzfahrzeugbetriebe, darunter 3.400 anerkannte SP-Betriebe für die Lkw-Sicherheitsprüfung im AÜK-System (Akkreditierte Überprüfung im Kraftfahrzeuggewerbe). Im vergangenen Jahr wurden laut dem Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) 290.693 Lastkraftwagen sowie 92.826 Zugmaschinen neu zugelassen.

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