Kfz-Tarifabschluss Mehr Lohn und eine Ausgleichsprämie in Hessen

Von Doris Pfaff 2 min Lesedauer

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Auch in Hessen einigten sich die Tarif-Verhandlungsführer auf den Pilotabschluss aus Baden-Württemberg: Ab November erhalten die Beschäftigten im Kfz-Gewerbe 5 Prozent und ab Oktober 2024 nochmal 3,6 Prozent mehr Lohn. Dazu gibt es eine Inflationsausgleichsprämie.

Die IG Metall verhandelte in Hessen auch im Namen der Gewerkschaft Verdi und einigte sich mit den Vertretern der Arbeitgeber für die Beschäftigten im Kfz-Gewerbe auf eine Lohnerhöhung und eine Inflationsausgleichsprämie.(Bild:  IG Metall)
Die IG Metall verhandelte in Hessen auch im Namen der Gewerkschaft Verdi und einigte sich mit den Vertretern der Arbeitgeber für die Beschäftigten im Kfz-Gewerbe auf eine Lohnerhöhung und eine Inflationsausgleichsprämie.
(Bild: IG Metall)

Mehr Geld auch für die Beschäftigten des Kfz-Gewerbes in Hessen: Am Mittwoch, 26. April, wurde für das Kfz-Gewerbe Hessen in der zweiten Tarifverhandlung in Offenbach ein Tarifabschluss erzielt.

Das Ergebnis folgt dem Pilotabschluss von Baden-Württemberg und enthält eine Lohnerhöhung in zwei Stufen. Der neue Tarifvertrag gilt demnach vom 1. April 2023 bis 31. März 2025 und sieht eine Erhöhung der Löhne ab 1. November 2023 um 5 Prozent vor sowie eine weitere Anhebung ab 1. Oktober 2024 um 3,6 Prozent. Zusätzlich erhalten die Beschäftigten eine Inflationsausgleichsprämie von 2.500 Euro, zahlbar in zwei Stufen von 1.500 Euro zum 1. Juli 2023 und 1.000 Euro zum 1. April 2024.

Auszubildende erhalten ab 1. November 2023 in allen Ausbildungsstufen 70 Euro und ab 1. Oktober 2024 nochmals 50 Euro mehr. Zu den weiteren Vereinbarungen gehören unter anderem die befristete Übernahme der Ausgebildeten und ein Tarifvertrag, der die betriebliche Überlassung von Leasing-Fahrrädern im Wege einer freiwilligen Entgeltumwandlung ermöglicht.

Auf entsprechende Abschlüsse haben sich bereits die Tarifverhandlungsführer in Niedersachsen , Schleswig-Holstein und Bayern geeinigt. Kleine Unterschiede gibt es bei der Erhöhung der Ausbildungsvergütung und den jeweiligen Benefits.

Die Verhandlungen in Hessen wurden auf der Arbeitgeberseite unter dem Vorsitz von Dr. Andreas Göritz geführt. Die IG Metall verhandelte auch im Namen der Gewerkschaft Verdi unter der Führung von Josef Windpassinger, Bezirkssekretär in der Bezirksleitung Mitte, Frankfurt am Main.

Die Arbeitgeberseite zeigte sich zufrieden. Der Tarifkommission sei es gelungen, nach der ursprünglichen Forderung der IG Metall von 8,5 Prozent für 12 Monate und landesweiten Warnstreiks einen Tarifvertrag abzuschließen, der unter Berücksichtigung der inflationsbedingt schwierigen wirtschaftlichen Gegebenheiten die Interessen der Arbeitnehmer und Arbeitgeber gleichermaßen berücksichtigt und den Kfz-Unternehmen Planungssicherheit für die nächsten zwei Jahre bietet.

„Die vereinbarte Tariferhöhung mit Inflationsausgleichsprämie stellt das absolute Maximum dessen dar, womit Autohäuser und Kfz-Meisterbetriebe belastet werden können“, sagte der Verhandlungsführer Göritz.

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