ZKF / IFL Tesla lenkt bei Arbeitszeitrichtwerten ein

Von Dipl. Ing. (FH) Konrad Wenz 2 min Lesedauer

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Die Intervention unter Federführung vom Zentralverband Karosserie- und Fahrzeugtechnik (ZKF) und der Interessengemeinschaft für Fahrzeugtechnik und Lackierung (IFL) zeigte Erfolg: Der amerikanische Autobauer Tesla korrigiert seine Arbeitszeitrichtwerte deutlich nach oben.

Tesla-Produktion in Grünheide/Brandenburg(Bild:  Tesla)
Tesla-Produktion in Grünheide/Brandenburg
(Bild: Tesla)

Anfang Dezember hatte der Zentralverband Karosserie- und Fahrzeugtechnik (ZKF) darauf hingewiesen, dass Tesla seine Arbeitszeitrichtwerte für europäische Länder drastisch reduziert hatte (Das »kfz-betrieb«-Schwestermagazin »Fahrzeug+Karosserie« berichtete). Audatex Autoonline schrieb damals seinen Anwendern: „Als langjähriger Partner aller an einem Kfz-Schaden Beteiligten – Versicherungen, Sachverständigen und Werkstätten – ist uns als Datenlieferant und Tesla absolut bewusst, dass ein Unfallschaden mit den FRT-Arbeitszeiten der Tesla-Garantieabwicklung nicht vollumfänglich kalkuliert werden kann.“

Die Interessengemeinschaft für Fahrzeugtechnik und Lackierung (IFL) hatte daraufhin eine Technische Mitteilung verfasst, die den Betrieben zeigte, wie sie mit den veränderten Arbeitszeitrichtwerten umgehen sollten.

ZKF und IFL intervenierten mit Unterstützung durch Reparaturfachbetriebe aus den Reihen der Tesla Approved Body Shops (TABS) sowie spezialisierten Sachverständigen weiter. Nun hat der Fahrzeughersteller Tesla reagiert und Ende Februar einen entsprechenden TABS-internen Hinweis bezüglich der zur Kalkulation zu verwendenden „Arbeitszeiten“ auf der für zertifizierte Tesla Body Shops zugänglichen Internetseite eingestellt:

(Quelle:  Google-Übersetzung aus Online-Portal Tesla / ZKF)
(Quelle: Google-Übersetzung aus Online-Portal Tesla / ZKF)

Die einzelnen Daten- und Kalkulationsanbieter haben demnach die überarbeiteten Arbeitszeitrichtwerte von Tesla erhalten. ZKF und IFL machen darauf aufmerksam, dass die Arbeitswerte zwar deutlich spürbar nach oben angepasst wurden, aber noch nicht das bis Herbst 2023 gültige Niveau erreicht hätten. Dies haben demnach Vergleichskalkulationen anhand einiger Musterschäden durch mehrere Tesla Approved Body Shops ergeben.

So ist der aktuelle Stand bei den Datenlieferanten:

Audatex Autoonline: Nach Angabe von Audatex Autoonline wurden neue überarbeitete Daten, die von Tesla im Februar bereitgestellt wurden, bereits im System eingepflegt. Nach einem ersten Feedback aus dem Markt sind die Werte deutlich spürbar nach oben angepasst worden. Ob diese Kalkulationswerte marktgerecht sind, müssen weitere Erfahrungen aus dem Werkstattmarkt ergeben.

DAT: Hat die spezifischen Zeiten für Unfallreparaturen von Tesla Ende Februar erhalten und wird diese zusätzlich zu den bereits veröffentlichten offiziellen Garantiezeiten im DAT-System aufnehmen. Derzeit werden die Daten validiert, Unklarheiten mit Tesla abgestimmt und sukzessive bereitgestellt.

GT Motive: GT Motive hat die neuen Tesla-Unfallreparaturzeiten Ende Februar erhalten und pflegt diese aktuell in die Datenbank ein. Die neuen Tesla-Zeiten stehen im Kalkulationssystem GT Estimate ab dem 19. März zur Verfügung.

ZKF und IFL werden weitere Informationen, beispielsweise für Schwacke/Eurotax, veröffentlichen, sobald diese bekannt sind.

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