US-Modellpolitik Tesla kontert Förder-Ende mit günstigeren Modellen

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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In den USA ist die Elektroauto-Förderung ausgelaufen, die höheren Kosten für die Verbraucher versucht Tesla nun mit weniger Technik auszugleichen. 

(Foto:  Tesla)
(Foto: Tesla)

Tesla hat in den USA etwas günstigere Versionen seiner beiden wichtigsten Modelle 3 und Y eingeführt, die weniger technische Features haben. Der Elektroauto-Vorreiter handelt damit nach dem Wegfall von Kaufanreizen im wichtigen Heimatmarkt und angesichts verstärkter Konkurrenz.

Ursprünglich hatte Firmenchef Elon Musk ein günstigeres Fahrzeug zum Preis ab 25.000 US-Dollar (rund 21.445 Euro) in Aussicht gestellt. Doch im vergangenen Jahr entschied er, kein komplett neues billigeres Modell mit einem innovativen Produktionsverfahren zu entwickeln, sondern eine abgespeckte Version bereits bekannter Wagen zu verkaufen. Das neue Fertigungssystem soll dagegen beim geplanten spezialisierten Robotaxi ohne Lenkrad und Pedale zum Einsatz kommen.

Geringere Reichweite und weniger Funktionen

Tesla brachte in den USA nun eine „Standard“-Version der Modelle 3 und Y auf den Markt. Beim Model 3 startet der Preis bei 36.990 Dollar statt der 42.490 Dollar bei der „Premium“-Variante. Beim Kompakt-SUV Model Y sind es 39.990 Dollar bei der „Standard“- und 44.990 Dollar bei der Premium-Version. Bei den „Standard“-Versionen ist die Reichweite etwas geringer, dazu fallen einige Funktionen weg. Äußerlich sehen die Wagen ähnlich aus wie die teureren Versionen.

US-Präsident Donald Trump und seine Regierung hatten dafür gesorgt, dass zum 30. September in den USA die Steuervergünstigung von 7.500 Dollar beim Kauf eines Elektroautos wegfiel. Tesla bescherte das im vergangenen Quartal bei den Auslieferungen einen überraschend starken Sprung auf 497.099 Fahrzeuge weltweit. Das war im Jahresvergleich ein Plus von 7,4 Prozent – nachdem die Verkäufe im ersten Halbjahr gefallen waren. Marktexperten gehen jedoch davon aus, dass mit vielen vorgezogenen Käufen der Absatz nun wieder unter Druck geraten dürfte.

Musk behauptet unterdessen, dass Autoverkäufe für Tesla künftig nicht mehr so wichtig sein würden, weil die Zukunft des Unternehmens bei Robotaxis und humanoiden Robotern liege.

Probleme mit den Türen

Ob im Zuge der Anpassungen auch die Probleme mit den Türschlössern angegangen werden, ging aus der Ankündigung nicht hervor. Grundsätzlich will Tesla nach Kritik und Behörden-Untersuchungen dafür sorgen, dass sich die Türschlösser der Elektroautos in Notsituationen leichter öffnen lassen. Die Idee, die elektronische und die mechanische Schließtechnik an einem Knopf zu kombinieren, „ergibt eine Menge Sinn“, sagte Teslas Chefdesigner Franz von Holzhausen in einem Podcast des Finanzdienstes Bloomberg. Damit könnten Türen von Insassen „in Panik-Situationen“ intuitiver geöffnet werden, erklärte er.

Tesla hatte sich beim Design für versenkbare Türgriffe außen und einen Knopf zur Öffnung innen entschieden. Die Türen werden unter normalen Umständen elektrisch geöffnet. Fällt die Stromversorgung jedoch zum Beispiel bei einem Unfall aus, müssen Insassen mechanische Türöffner wie Hebel oder Seile finden und betätigen. Von Modell zu Modell unterschiedlich können sie sich hinter Türverkleidungen oder unterhalb von Sitzen befinden. Helfer bei mehreren Unfällen mit Fahrzeugbränden berichteten von Problemen, zu den Insassen zu kommen.

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