Tesla Tesla verzichtet auf Baureihen – und die IAA-Teilnahme

Von dpa/sp-x 2 min Lesedauer

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Der Tesla-Absatz ist um gut die Hälfte abgestürzt. Nun scheint der Hersteller hierzulande auch noch auf seine betagten Modelle X und S zu verzichten. Zur IAA kommt der Autobauer erst gar nicht.

Seit 2012 bietet Tesla die Elektro-Ikone Model S an. Nun deutet sich ein Ende der Baureihe in Europa an.(Bild:  Tesla)
Seit 2012 bietet Tesla die Elektro-Ikone Model S an. Nun deutet sich ein Ende der Baureihe in Europa an.
(Bild: Tesla)

Tesla hat die Baureihen Model S und Model X in Europa aus dem Online-Konfigurator entfernt. Zwar sind beide Modelle noch in der Modellübersicht zu finden, doch beim Klick auf den Bestellbutton werden Interessierte auf eine Seite mit verfügbaren Bestands- oder Gebrauchtfahrzeugen weitergeleitet. Allerdings sind nur vom Model X noch einige Vorführ- und Neuwagen erhältlich.

Dieser Schritt deutet auf ein bevorstehendes Ende der beiden Premium-Modelle in Europa hin, ähnlich wie es im April 2025 in China der Fall war. Dort verschwanden Model S und X ebenfalls still und leise aus dem Konfigurator. Tesla hat den dortigen Verkaufsstopp offiziell nicht bestätigt, doch angesichts stark gestiegener Importzölle und einer geringen Nachfrage werteten Marktbeobachter das Vorgehen als endgültiges Aus. Auch in Europa waren die Verkaufszahlen zuletzt sehr niedrig. In den USA hingegen sind das Model S und das Model X weiterhin regulär bestellbar.

Faktisch spielen die beiden Modelle in Deutschland keine Rolle mehr. In der Statistik des Kraftfahrt-Bundesamts werden für das laufende Jahr nur jeweils 60 Einheiten der beiden Modelle als Neuzulassungen gelistet – also 120 von 10.000 Erstanmeldungen. Zum Vergleich: Der Model Y wurde knapp 7.000 Mal zugelassen. Nach sieben Monaten des Jahres liegt der Konzern bei den Elektroauto-Neuzulassungen hierzulande nur noch auf Rang 9. Vor einigen Jahren war er noch Spitzenreiter.

VDA bestätigt Fernbleiben von Tesla

In diesem schwierigen Umfeld verzichtet der US-Hersteller nun auf die Teilnahme bei der IAA Mobility. Das Unternehmen habe entschieden, nicht teilzunehmen, heißt es dazu vom Veranstalter der Messe, dem Verband der Automobilindustrie (VDA). Zu den Gründen dafür könne man nichts sagen. Anfragen bei Tesla blieben zunächst unbeantwortet.

Bei der letzten IAA vor zwei Jahren war Tesla auf der Messe vertreten und hatte dort unter anderem die Deutschlandpremiere seines überarbeiteten Fahrzeugs Model 3 gefeiert. Verglichen mit anderen Herstellern war der Auftritt damals aber eher klein.

Zudem gab es zuletzt immer wieder Proteste gegen Tesla, wobei die politischen Aktivitäten von Chef Elon Musk eine zentrale Rolle spielten. Auch Autos der Marke wurden angezündet. Ob es einen Zusammenhang dieser Entwicklungen zum Verzicht auf einen IAA-Auftritt gibt, ist allerdings völlig unklar.

Die IAA findet dieses Jahr ab dem 8. September nach 2023 und 2021 zum dritten Mal in München statt. Anfang Juli hatte die Messe München von steigenden Flächenbuchungen und einer verstärkten Internationalität der Aussteller berichtet.

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