Interview mit ZDK-Geschäftsführer
„Tore schießt man auf dem Feld“
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ZDK-Hauptgeschäftsführer Kurt-Christian Scheel zieht für 2024 Bilanz und spricht über die Herausforderungen, die das neue Jahr für die Mitglieder mitbringt.
Welche Herausforderungen sehen Sie für das neue Jahr für die Kfz-Betriebe?
Kurt-Christian Scheel: Die Lage ist schwierig. Die anhaltende Kaufzurückhaltung bei E-Fahrzeugen nach Ende des Umweltbonus, die drohenden Strafzahlungen bei Überschreiten der CO2-Grenzwerte sowie die schwache gesamtwirtschaftliche Entwicklung belasten die Automobilkonjunktur. Daher rechnen wir mit einem leichten Rückgang der Neuzulassungen auf 2,7 Millionen Pkw im kommenden Jahr – von etwa 2,8 Millionen im Jahr 2024. Zwar werden sich die hohen Neufahrzeugpreise sowie die Unsicherheiten am Arbeitsmarkt und in der Wirtschaft positiv auf das Gebrauchtwagengeschäft und die Werkstätten auswirken. Aber das ist alles kein Grund für Optimismus. Herausfordernd sind nach wie vor die Rahmenbedingungen: Ein Wahljahr ist selten ein Reformjahr. Wir brauchen aber schnell durchgreifende Reformen und einen energischen Bürokratieabbau, damit die Unternehmen wieder Luft zum Atmen bekommen. Erst wenn Deutschland aus dem Krisenmodus herauskommt, wird sich die Situation in der Branche fundamental verbessern.
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