Batterierecycling Toyota verzichtet auf Verbrennung

Von Malika Matkarimova 2 min Lesedauer

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Ohne seltene Metalle wie Lithium und Kobalt gibt es keine Elektromobilität. Doch ihr Recycling ist bislang ineffizient. Toyota testet eine Methode, die das ändern und die Kreislaufwirtschaft stärken könnte.

Elektrolyt-Extraktion statt Verbrennung – Toyota forscht an neuem Recyclingprozess.(Bild:  Toyota)
Elektrolyt-Extraktion statt Verbrennung – Toyota forscht an neuem Recyclingprozess.
(Bild: Toyota)

Millionen Hochvoltbatterien müssen in den nächsten Jahren recycelt werden – doch herkömmliche Methoden verschwenden wertvolle Rohstoffe. Toyota Chemical Engineering arbeitet an einer neuen Methode zur Wiederverwertung von Hochvoltbatterien, die ohne den herkömmlichen Verbrennungsprozess auskommt. Damit sollen CO2-Emissionen im Recyclingprozess gesenkt und mehr wertvolle Rohstoffe zurückgewonnen werden, teilen die Japaner mit.

Mit dem wachsenden Anteil elektrifizierter Fahrzeuge steigt auch der Bedarf an seltenen Metallen wie Kobalt und Lithium. Da diese Ressourcen begrenzt sind, rückt das Thema Recycling zunehmend in den Fokus. In der EU werden Batteriehersteller ab 2031 verpflichtet, einen bestimmten Anteil an recycelten Metallen aus Altbatterien zu verwenden.

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Rohstoffe retten statt verbrennen

Bisher basiert das Batterierecycling oft auf einem energieintensiven Verfahren: Altbatterien werden verbrannt, bevor verwertbare Metalle extrahiert werden. Dabei gehen jedoch wertvolle Rohstoffe verloren, zudem entstehen hohe CO2-Emissionen. Toyota setzt nun auf eine Alternative, die diesen Zwischenschritt überflüssig machen soll.

Bereits seit 2010 betreibt Toyota Chemical Engineering in Handa (Japan) ein Recyclingprogramm für Nickel-Metallhydrid-Batterien (NiMH) aus Hybridfahrzeugen. Bislang kam dabei ebenfalls die klassische Verbrennungsmethode zum Einsatz. Seit Herbst 2023 testet das Unternehmen jedoch ein neues Verfahren.

Ein Problem beim Recycling sind die brennbaren Flüssigkeiten in den Batterien. Um Brände zu vermeiden, werden diese Flüssigkeiten entfernt. Danach werden die Batteriezellen zerkleinert, sortiert und wiederverwertet. Die zurückgewonnenen Materialien – darunter Aluminium, Eisen und ein Pulver mit seltenen Metallen – gehen anschließend an Partnerunternehmen, die sie für neue Batterien weiterverarbeiten.

Kreislauf sei das Ziel

Toyota sieht in der Entwicklung nachhaltiger Recyclingprozesse nicht nur eine ökologische, sondern auch eine wirtschaftliche Notwendigkeit. „Natürlich bedeutet die Implementierung solcher neuen Prozesse auch hohe Investitionskosten. Doch entscheidend ist es, den Lebenszyklus eines Autos ganzheitlich zu betrachten. Nehmen wir beispielsweise unseren Mobilitätsservice Kinto. Da wir die Fahrzeuge selbst verwalten, ist es leichter, die Wiederverwertung sicherzustellen und die Teile und Materialien zu recyceln. Außerdem haben wir auf diese Weise einen ständigen Kontakt zu unseren Kunden, was uns neue Möglichkeiten gibt, ihnen zusätzliche Leistungen wie Upgrades und Personalisierungen anzubieten. Daher trägt eine umfassendere Kreislaufwirtschaft sowohl zu geringeren CO2-Emissionen als auch zu neuen Geschäftsmöglichkeiten bei.“, erklärt Yumi Otsuka, Chief Sustainability Officer bei Toyota.

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