Globaler Handel Toyota warnt vor Milliardenbelastungen durch US-Zölle

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Der weltgrößte Autobauer geht im Geschäftsjahr 2025/2026 von Milliardeneinbußen durch die US-Zollpolitik aus. Allein in den Monaten April und Mai würden rund 1,1 Milliarden Euro an Zusatzkosten auflaufen.

Die US-Zollpolitik lässt Toyota wirtschaftlich im Regen stehen.(Source:  gemeinfrei /  Pixabay)
Die US-Zollpolitik lässt Toyota wirtschaftlich im Regen stehen.
(Source: gemeinfrei / Pixabay)

Im neuen Geschäftsjahr, das bis Ende März 2026 läuft, erwarten die Japaner nach Angaben vom Donnerstag nur einen operativen Gewinn von 3,8 Billionen Yen (23,4 Mrd. Euro). Analysten hatten im Schnitt rund 4,7 Billionen Yen auf dem Zettel. Im abgelaufenen Geschäftsjahr war der operative Gewinn um 10 Prozent auf 4,8 Billionen Yen geschrumpft.

Toyota hat ein großes Standbein in den USA und in Nordamerika vergangenes Jahr 2,7 Millionen Fahrzeuge verkauft. Das ist nahezu ein Viertel aller Auslieferungen weltweit. Zum Vergleich: Der VW-Konzern kam dort im Jahr 2024 mit all seinen Marken auf knapp 1,1 Millionen Fahrzeuge. Allerdings schrieb Toyota schon im vergangenen Jahr kaum noch schwarze Zahlen in Nordamerika, der operative Gewinn rutschte dort bereits um 80 Prozent auf 104 Milliarden Yen ab (rund 640 Mio. Euro).

Toyota will im Konzern für das im April begonnene Geschäftsjahr nun die Auslieferungen an Endkunden – inklusive der chinesischen Gemeinschaftsunternehmen – wieder von 11 Millionen Fahrzeugen auf 11,2 Millionen steigern. Vergangenes Jahr waren sie leicht geschrumpft. Der Umsatz dürfte leicht zulegen. Unter dem Strich geht Toyota aber wie beim operativen Ergebnis von einem Gewinneinbruch aus. Nach dem Rückgang um knapp sechs Prozent auf 4,8 Billionen Yen dürften es demnach im neuen Geschäftsjahr nur noch 3,1 Billionen werden.

Die Dividenden will der Konzern weiter aufstocken. Für das vergangene Geschäftsjahr gibt es inklusive der Schlussdividende insgesamt 90 Yen und damit 15 Yen mehr als ein Jahr zuvor, für das neue Jahr soll die Gesamtausschüttung bei 95 Yen liegen. Ein Budget für Aktienrückkäufe sei allerdings nicht vorhanden, hieß es. Wenn, dann werde der Konzern künftig flexibel Rückkaufprogramme starten.

Europäische Exporte in die USA wachsen

Die deutschen Exporteure haben zuletzt gute Geschäfte mit den USA gemacht. Im März wurden Waren im Wert von 14,6 Milliarden Euro in die USA geliefert und damit kalender- und saisonbereinigt 2,4 Prozent mehr als im Februar. Das überdurchschnittliche Wachstum dürfte daran liegen, dass Unternehmen Lieferungen vorziehen, um den nun in Kraft getretenen US-Zöllen zu entgehen.

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