Abgasuntersuchung Über 400.000 Fahrzeuge zeigten Mängel

Von Nick Luhmann 2 min Lesedauer

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Im Jahr 2024 führten die anerkannten AU-Werkstätten in Deutschland rund 10,8 Millionen Prüfungen des Motormanagements und Abgasreinigungssystems durch. Die Mängelquote betrug im Durchschnitt 3,8 Prozent.

Die Endrohrmessung bringt deutlich mehr Mängel ans Licht als eine rein elektronische Prüfung über die On-Board-Diagnose.(Bild:  Promotor/T. Volz)
Die Endrohrmessung bringt deutlich mehr Mängel ans Licht als eine rein elektronische Prüfung über die On-Board-Diagnose.
(Bild: Promotor/T. Volz)

Im letzten Jahr fanden die Kfz-Betriebe in Deutschland bei der Untersuchung des Motormanagements und Abgasreinigungssystems (UMA), umgangssprachlich Abgasuntersuchung oder AU genannt, an Pkw, Nutzfahrzeugen und Krafträdern über 750.000 abgasrelevante Mängel. Je nach Fahrzeugkategorie lagen die Mängelquoten zwischen 1,8 und 9,3 Prozent. Das geht aus dem aktuellen Abschlussbericht zur AU-Mängelstatistik des Bundesinnungsverbands des Kraftfahrzeughandwerks (BIV) hervor. Erfasst wurden die Abgasuntersuchungen von 10,8 Millionen Kfz aus den anerkannten AU-Werkstätten im Kfz-Gewerbe.

Detlef Peter Grün, Bundesinnungsmeister und Vizepräsident des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) betont: „Die aktuellen Zahlen unterstreichen erneut die hohe Relevanz der Abgasuntersuchung für den Umweltschutz. Nur durch eine Endrohrmessung kann sichergestellt werden, dass ein Kraftfahrzeug über seine gesamte Lebensdauer hinweg die gesetzlichen Emissionsgrenzwerte einhält. Unsere AU-Werkstätten leisten mit ihrer nach ISO 17020 akkreditierten Prüfpraxis einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der Luftqualität.“

Auch bei der neuen Partikelanzahlmessung (PN-Messung) an Diesel-Pkw und Nutzfahrzeugen mit Euro 6/VI-Norm zeigen sich deutliche Befunde: „Eine Mängelquote von 4,0 Prozent bei der PN-Messung an Pkw zeigt klar, dass allein die OBD-Prüfung (On-Board-Diagnose) bei weitem nicht ausreicht, um schadhafte Dieselfahrzeuge zu erkennen. Für diese neue eingeführte Messung der Partikelanzahl haben die AU-Betriebe bereits über 125 Millionen Euro in moderne Messtechnik investiert“, so Grün weiter.

Rund 27.400 anerkannte AU-Betriebe, die der Inspektionsstelle des Kraftfahrzeughandwerks (AÜK) angeschlossen sind, lieferten über die Branchensoftware „AÜK Plus“ die entsprechenden betrieblichen – vollständig anonymen – Statistikdaten für den Abschlussbericht. Insgesamt wurden im Rahmen der Abgasuntersuchung (AU/AUK) 750.000 abgasrelevante Mängel an über 400.000 Fahrzeugen festgestellt. Dies entspricht einer durchschnittlichen Mängelquote von 3,8 Prozent (Vorjahr: 4,1 Prozent). Die Mängelverteilung über die verschiedenen Fahrzeugkategorien blieb im Vergleich zu 2023 weitgehend konstant.

Positiv zu bewerten ist laut einer Pressemeldung des Verbands, dass bei fast 185.000 Fahrzeugen im Rahmen der AU-Vorbereitung abgasrelevante Mängel rechtzeitig erkannt und noch vor der Untersuchung fachgerecht behoben werden konnten.

Insgesamt werden in Deutschland jährlich rund 25,5 Millionen Abgasuntersuchungen bei allen berechtigten Untersuchungsstellen durchgeführt.

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