UFI mit neuartigem Dieselfilter

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Der itailienische Filterspezialist hat für den neuen Iveco Daily einen Filter entwickelt, der mit verschiedenen Sensoren in einem einzigen Aggregat ausgestattet ist.

Der italienische Filterspezialist UFI hat für den neuen Iveco Daily einen Dieselfilter entwickelt, der mit verschiedenen elektronischen Sensoren ausgestattet ist. Nach Angaben des Unternehmens sind diese in einem einzigen Aggregat integriert.

Das Filterelement hat einen Hohlkern, um eine zylinderförmige Metallsonde aufzunehmen, die das Herzstück des Systems darstellt. An der Außenfläche dieses Zylinders sind eine Reihe von Sensoren angeordnet, die permanent den Zustand des Filters bezüglich definierter Parameter überprüfen und diese Messwerte an die Steuerung senden.

Die Sensorengruppe misst vor allem die Temperatur: Dieser Wert ist deshalb von großer Bedeutung, weil der Dieselkraftstoff bei niedrigen Lufttemperaturen zum Abkühlen neigt. Wenn die Dieseltemperatur unter eine bestimmte Schwelle sinkt, können sich durch die sog. Koagulierung Paraffine bilden. Beim Eintreten in den Versorgungskreislauf führen diese zum Verstopfen des Systems, wodurch der Kraftstoffzufluss zum Motor vollständig blockiert werden kann. Wenn durch den Sensor gemessen wird, dass der umlaufende Dieselkraftstoff zu kalt ist, sendet er ein Signal an die Motorsteuerung. Diese schickt dann als Reaktion elektrische Impulse an dünne Metallplättchen, die sich – wie die Sensorengruppe – ebenfalls an der Zylinderaußenfläche befinden. Die elektrische Spannung erhitzt die Plättchen, die einen Teil der erzeugten Wärme an den Dieselkraftstoff abgeben.

Ein zweiter Sensor misst die Präsenz von Wasser. Dieses sammelt sich zunächst durch die Abscheidekapazität des Filters an. Wenn das Wasser die Schwelle der einwandfreien Funktion des Filters überschreitet, weist eine Kontrollleuchte den Fahrer darauf hin, dass der Moment erreicht ist, das Wasser über den speziellen Ablasshahn abzulassen.

Ein dritter Sensor signalisiert, wenn das Ende der Standzeit erreicht wurde. Das Sensorenaggregat muss daraufhin herausgenommen werden und wird wieder verwendet. Der Rest – Wechselelement und Behälter – besteht dagegen aus zu 100 Prozent abbaubaren Material und wird entsorgt.