Unermüdlich und ideenreich

Autor / Redakteur: Dr. Gunther Schunk / Tina Peper

Peter Jakob und sein Team wissen: Nur wenn ausreichend Kunden kommen und diese perfekt bedient werden, dann kann die Kasse klingeln.

„Der Kunde muss gerne zu uns kommen und sich bei uns im Autohaus wohlfühlen!“ So klingt ein Überzeugungstäter. Und das ist Peter Jakob. Er und sein Team wissen: Nur wenn ausreichend Kunden kommen und diese perfekt bedient werden, dann kann die Kasse klingeln. Also bietet das Autohaus Jakob am Messinghof in Kassel ständig neue Anreize für einen Besuch. Genau das zeichnet Inhaber Peter Jakob und sein Team aus: Unermüdlich und ideenreich spricht das Autohaus seine Kunden an. Oft auf ungewöhnliche und vor allem großzügige Weise. Die ständig neuen Serviceangebote und Aktionen sollen den Kunden ins Haus bringen, damit die Chance besteht, den Kunden zu bedienen. Denn jeder Kundenkontakt ist der Ansatz für Umsatz.

Doch das Serviceniveau muss passen, denn eine perfekte Dienstleistung ist für Jakob selbstverständlich. Deswegen ist Reklamation im Service Chefsache. „Service muss persönlich und individuell sein“, betont Jakob.

„Ich will vom Kunden alles Geld, was er in der Tasche hat, aber er muss dafür eine gute Gegenleistung spüren“, macht Jakob klar: „Oft würde der Kunde dieselbe Leistung anderswo günstiger bekommen, aber wir liefern ihm den Grund, zu uns zu kommen!“ Freundlichkeit, Ehrlichkeit und Zuverlässigkeit sind die drei Säulen der Service-Mentalität. Dazu kommt ein fast unerschöpfliches Füllhorn an Ideen, die Kunden anzusprechen. Neben dem Klassiker des Geburtstagsbriefs für den Kunden mit einem Gutschein über zehn Euro gibt es den Geburtstagsbrief zum Geburtstag des Kundenautos!

Ein Füllhorn an Ideen

„Du musst von Dir reden machen!“, lautet Jakobs Credo. Also kann man zum Beispiel um den Preis des Urlaubs-Checks würfeln. Das heißt, der Kunde wurde zu Beginn der Ferienzeit eingeladen mit seinem Fahrzeug einen Urlaubs-Check machen zu lassen. Das ist eine Standard-Aktion. Doch bei Jakob konnte er um den Preis würfeln. So zahlte der Kunde für den Check inklusive Material zehn, fünf oder null Euro, je nachdem, was er würfelte. Dazu bekam der Kunde noch kleine Geschenke mit Urlaubsbezug: eine Strandmatte, Flipflops oder ein Frisbee. Die Aktion wurde in der Tageszeitung beworben und sprach sich schnell herum. Auf diese Weise hatte Jakob volles Haus genau in der Jahreszeit, die sonst sehr schwach im Service ausgelastet ist.

Doch diese Aktion hat noch eine zweiten wichtigen Effekt. Die alten und neuen Kunden sollten nach dem Umzug des Kasseler Autohauses im Mai 2007 den neuen Standort finden und kennen lernen. Und auch hier agierte Jakob auf seine typische Weise, die ihn zu einer eigenen Marke, eben der Marke „Autohaus Jakob“, macht. Für den neuen Standort kaufte er ein Gelände, auf dem sich auch das älteste Industriedenkmal Hessens, der Messinghof, befindet. Zum Unmut der Kasseler stand das Gebäude über Jahre leer und es fand sich keiner, der es renovieren wollte. Jakob baute sein neues Autohaus und begann – zur Freude der Kasseler – den Messinghof zu sanieren. Dazu wird es einen Biergarten geben, auch ein Biker-Café und ein Jeep-Testparcour sind angedacht.

Richtig aufgetrampelt

Das neue „Autohaus Jakob am Messinghof“ liegt an der Haupteinfallstraße nach Kassel. „Hier muss jeder vorbei“, grinst Jakob und zeigt auf die Straßenfront, die inklusive der Gebrauchtwagenausstellung 170 Meter lang ist. „Zur Eröffnung haben wir richtig aufgetrampelt“, erläutert Jakob die Bewerbung in den Medien, deren größte Kampagne die Radiowerbung in Kassel war, mit Verlosung eines PT Cruisers als Hauptgewinn.

Dies alles garantiert dem Autohaus jede Menge Besuchsfrequenz von Kunden und solchen, die es werden sollen. Peter Jakob weiß: Das Geld wird im Service und nicht im Verkauf verdient. Die starke Serviceorientierung seines Teams wird auch daran deutlich, dass bereits auf den Windschutzscheiben der Neuwagen im Showroom Serviceaktionen wie der Wintercheck und die Pannenkurse für Frauen beworben werden.

Im Zentrum des Service-Gedankens steht hier wirklich der Kunde. Damit ist es der ganzen Mannschaft von Jakob sehr ernst. So wertet Peter Jakobs Frau einmal pro Woche die Todesanzeigen in der Tageszeitung aus und gleicht sie mit der Kundendatei ab. „Nichts ist peinlicher, als wenn Sie einem unlängst Verstorbenen zum Geburtstag gratulieren“, kommentiert die Autohaus-Chefin dazu.

Ein weiteres Beispiel für außergewöhnlichen Kundenservice ist das Bonusheft. Auch das ist ein übliches Standardprogramm im Service. Doch bei Jakob gibt es nach insgesamt sechs Stempeln ein kostenloses Wellness-Wochenende für zwei Personen in einem edlen Hotel, wobei die Stempel recht schnell und vor allem mit Standardleistungen erreicht sind. „Donnerwetter“, entfuhr es da einem Jurymitglied beim Betriebsbesuch, „mein nächstes Auto kaufe ich hier!“ Genau dasselbe werden künftig hoffentlich viele Kasseler denken. Nach einem Jahr Umbau und Umzug seien die Zahlen noch nicht so befriedigend, berichtet Jakob, doch er weiß: Seit der Neueröffnung geht der Trend wieder deutlich nach oben.

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