Unfallwagenhandel will seriöser werden
Der Bundesverband des Unfallwagenhandels e.V. mit Sitz in Berlin setzt strenge Qualitätsmaßstäbe
Die dubiosen Geschäfte weniger Krimineller brachten bisher die ganze Branche der Unfallwagenhändler in Misskredit. Damit soll jetzt Schluss sein. Mit der Gründung des neuen Bundesverbands des Unfallwagenhandels e.V. haben die seriösen Unternehmer den illegalen Geschäftspraktiken in ihrer Branche den Kampf angesagt.
Geschäftsführer und Rechtsanwalt Harald Penning beschreibt die Ziele des Verbandes: „Wir wollen das Gütesiegel unserer Branche werden. Käufer und Verkäufer sollen sich darauf verlassen können, dass sie mit unseren Mitgliedern seriöse Geschäfte machen können." Dafür legt der Verband strenge Maßstäbe an: Um Schwarzmarkthändler auszuschließen, müssen Mitglieder ein ordentliches Gewerbe angemeldet haben und seit fünf Jahren in der Branche tätig sein, jährlich 500.000 Euro oder monatlich dreißig Fahrzeuge umsetzen. Zudem ist die Teilnahme an regelmäßigen Fortbildungen Pflicht.
Der neue Verband mit Sitz in Berlin will unter anderem den Kauf und Verkauf von Unfallwagen über die beliebten Restwertbörsen im Internet sicherer und transparenter machen. Wer dort ein Fahrzeug erwerben wollte, musste bisher den Verkäuferangaben über Baujahr, Ausstattung oder Zustand vertrauen. Nicht selten war die Enttäuschung groß, wenn Angebot und Wirklichkeit nicht übereinstimmten. Andererseits stellte sich manch großzügiges Kaufgebot als Luftnummer heraus. Hier setzt der Bundesverband des Unfallwagenhandels auf neue Qualitätskriterien. Zudem bietet er seinen Mitgliedern juristische Unterstützung auf diesem Gebiet.