Daimler Truck Unsichere US-Wirtschaft schlägt auf den Absatz durch

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

Das Nutzfahrzeuggeschäft leidet unter der volatilen Wirtschaft. Viele Kunden halten sich mit Investitionen zurück. In der Folge meldet Daimler Truck schlechte Zahlen insbesondere aus den USA.

Daimler Truck leidet derzeit unter schwachen Zahlen im US-Geschäft.(Bild:  Daimler Truck)
Daimler Truck leidet derzeit unter schwachen Zahlen im US-Geschäft.
(Bild: Daimler Truck)

Der schwächelnde Markt in den USA und weniger verkaufte Busse haben bei Daimler Truck für einen erneuten Absatzrückgang gesorgt. Im ersten Quartal verkaufte der Nutzfahrzeughersteller weltweit 68.849 Lastwagen und Busse, wie das Unternehmen in Leinfelden-Echterdingen mitteilte. Das war ein Rückgang von neun Prozent.

Die US-Tochter verzeichnete beim Absatz das stärkste Minus. Die Verkäufe gingen im ersten Quartal um 25 Prozent auf 29.432 Fahrzeuge zurück. Der Markt schwächelt, weil sich Speditionen beim Bestellen neuer Fahrzeuge zurückhalten. Unter anderem wegen der US-Zölle lässt sich das in den kommenden Jahren anfallende Transportvolumen schwer einschätzen.

Die Verkäufe von Mercedes-Benz Trucks hingegen legten um 13 Prozent auf 34.486 Fahrzeuge zu. Einen Grund für die Entwicklung nannte das Unternehmen auf Anfrage nicht. Der Absatz bei den Bussen ging von Januar bis März um ein Fünftel auf 4.972 Fahrzeuge zurück. Daimler Truck will anlässlich der Veröffentlichung der Quartalszahlen am 6. Mai nähere Details zum Absatz und zur geschäftlichen Entwicklung zum Auftakt des Jahres 2026 nennen. 

Gewinneinbruch im vergangenen Jahr

Der Nutzfahrzeugsteller steht unter Druck. Der Gewinn war 2025 um 34 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf zwei Milliarden Euro eingebrochen. US-Zölle und eine schwache Nachfrage in Nordamerika hatten das Geschäft belastet. Der Umsatz fiel um neun Prozent auf rund 49,5 Milliarden Euro. Der Absatz war 2025 um acht Prozent zurückgegangen. 422.510 Lkw und Busse verkaufte Daimler Truck im vergangenen Jahr.

Um wettbewerbsfähiger zu werden, hatte Daimler Truck bereits im vergangenen Jahr das Sparprogramm „Cost Down Europe“ aufgelegt. Bis 2030 sollen damit die laufenden Kosten auf dem Heimatkontinent um mehr als eine Milliarde Euro sinken. In Deutschland sollen deshalb ungefähr 5.000 Stellen wegfallen. Betroffen ist insbesondere die Marke Mercedes-Benz. Aber auch in Nordamerika soll gespart werden.

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