Stellantis Vauxhall schließt Transporter-Werk

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Der Konzern will sein englisches Van-Werk in Luton, nördlich von London, zumachen. Über 1.000 Jobs sind in Gefahr.

Die Fertigung der BEV-Variante des Vivaro in Luton sollte eigentlich in wenigen Monaten starten.(Bild:  Stellantis)
Die Fertigung der BEV-Variante des Vivaro in Luton sollte eigentlich in wenigen Monaten starten.
(Bild: Stellantis)

Die britische Opel-Schwester Vauxhall schließt ihr Transporter-Werk in Luton bei London. Der Schritt bedroht 1.100 Arbeitsplätze. Der Mutterkonzern Stellantis teilte mit, im Gegenzug Hunderte Jobs am Werk in Ellesmere Port zu schaffen und den Beschäftigten Umzugspakete anzubieten.

Es gehe darum, die britische Produktion von leichten Nutzfahrzeugen zu konsolidieren, hieß es zur Begründung. In Ellesmere Port in der Nähe von Liverpool soll ein Hub für vollelektrische Fahrzeuge geschaffen werden. Dafür sind 50 Millionen Pfund (umgerechnet circa 60 Mio. Euro) vorgesehen.

Stellantis schiebt Verantwortung der Regierung zu

In Luton werden Transporter mit Benzin- und Dieselmotoren gebaut. 2025 sollte mit der Produktion eines mittelgroßen elektrischen Vans begonnen werden.

Der Hersteller machte britische Vorschriften für den Schritt verantwortlich, die den Übergang zu Elektrofahrzeugen beschleunigen sollen. Dabei müssen die Hersteller einen bestimmten Prozentsatz emissionsfreier Autos und Transporter verkaufen – in diesem Jahr sind es bei den Van-Verkäufen 10 Prozent. Ansonsten drohen hohe Geldstrafen.

Die Autobauer sehen dies zunehmend kritisch und fordern mehr Anreize der Regierung, um die Nachfrage anzukurbeln. Es wird erwartet, dass Wirtschaftsminister Jonathan Reynolds unter dem Druck der Branche schon bald die Vorschriften lockern wird.

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