Zugang zu Fahrzeugdaten Verbändeallianz fordert sektorspezifische Regulierung

Von Doris S. Pfaff 2 min Lesedauer

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Im Vorfeld der Ministerpräsidentenkonferenz fordert die Verbändeallianz, der unter anderem der ZDK, der GVA und der ADAC angehören, eine sektorspezifische Regulierung zum Zugang zu den Fahrzeugdaten. Denn der bevorstehende Data Act berücksichtige nicht die Bedürfnisse des freien Kfz-Aftermarktes.

Der freie Kfz-Aftermarkt braucht den Zugang zu den Fahrzeugdaten, ansonsten ist kein fairer Wettbewerb möglich. Eine Verbändeallianz, der auch der ZDK und der ZKF angehören, fordert die Ministerpräsidenten der Bundesländer auf, in Brüssel ihre Forderung nach sektorspezifischer Regulierung zum Datenzugang zu unterstützen. (Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Der freie Kfz-Aftermarkt braucht den Zugang zu den Fahrzeugdaten, ansonsten ist kein fairer Wettbewerb möglich. Eine Verbändeallianz, der auch der ZDK und der ZKF angehören, fordert die Ministerpräsidenten der Bundesländer auf, in Brüssel ihre Forderung nach sektorspezifischer Regulierung zum Datenzugang zu unterstützen.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Die Verbändeallianz, der unter anderem der ZDK, ZKF, GVA und ADAC angehören, fordert eine sektorspezifische Regulierung zum Zugang zu den Fahrzeugdaten. In einem offenen Brief appelliert die Verbändeallianz im Vorfeld der Ministerpräsidentenkonferenz, die am 7. September in Brüssel stattfindet, an die Ministerpräsidenten der Bundesländer, eine solche Regelung zu unterstützen. Denn vernetzte Fahrzeuge seien mit hohen Investitionen für Verbraucher verbunden, erfüllten das Grundbedürfnis an Mobilität und müssten daher aus gutem Grund wettbewerbsrechtlich besonders geregelt werden.

Das Thema gewinne angesichts der Verabschiedung des Data Act besondere Dringlichkeit, weil ansonsten den Besonderheiten des Automobilsektors nicht ausreichend Rechnung getragen werden, so die Verbändeallianz.

Akteure des freien Kfz-Aftermarket benötigten auswertbare Fahrzeugdaten sowie den Zugang zur Kundenschnittstelle und zum Display im Fahrzeugcockpit. Aktuell besitzen die Fahrzeughersteller den alleinigen direkten Zugang auf diese Daten und schränken den Wettbewerb zulasten der Verbraucher ein.

Zwar habe die Europäische Kommission mit Digital Services Act, Digital Markets Act und Data Act ein umfassendes Regulierungspaket zum Datenzugang vorgelegt. Bei vernetzten Fahrzeugen stellten sich jedoch weitergehende, zum Teil völlig andere Anforderungen als beispielsweise bei Fitnessuhren oder smarten Kaffeemaschinen, heißt es in dem offenen Brief an die Ministerpräsidenten.

„Ohne gleichberechtigten Zugang werden Unternehmen aus dem Automotive Aftermarket langfristig vom Markt verschwinden und die Preise zulasten des Verbrauchers steigen und dadurch Mobilität verteuern. Der Bundesrat hat in seinem Beschluss zum Data Act 130/22(B) bereits auf einige Schwachstellen im Data Act hingewiesen. Wir teilen die geäußerten Kritikpunkte insbesondere mit Blick auf den Dienstleistungssektor rund um das Automobil. Unter anderem verweist der Bundesrat auf teilweise uneindeutige Formulierungen und unklare Rechtsbegriffe beim Data Act“, so die Verbändeallianz.

Die Allianz schließt sich der Forderung des Bundesrates an, das Prinzip der Nutzerzentriertheit stärker zu verankern und Qualitätsanforderungen für Datensätze aufzunehmen: „Wir fordern daher die Ministerpräsidentenkonferenz auf, sich mit Nachdruck für eine sektorspezifische Regelung einzusetzen. Nur so kann die digitale Transformation im gesamten Automobilsektor bewältigt werden. Anderenfalls wird eine erhebliche mehrjährige Verzögerung dazu führen, dass der unabhängige Kfz-Aftermarket vor vollendete Tatsachen gestellt wird – mit allen negativen Konsequenzen für die betroffenen Unternehmen mit ihren Arbeitsplätzen in den Bundesländern sowie für Verbraucherinnen und Verbraucher.“

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