Know-how-Transfer VW investiert Milliarden in Rivian

Quelle: dpa 4 min Lesedauer

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Volkswagen will die Software- und Bordnetz-Kompetenzen von Rivian nutzen. Das verlustreiche Start-up wiederum benötigt Geld – es geht um bis zu fünf Milliarden US-Dollar.

Das Start-up Rivian bekommt viel Geld von Volkswagen. VW bekommt damit Zugriff auf das Know-how des amerikanischen Unternehmens.(Bild:  Rivian)
Das Start-up Rivian bekommt viel Geld von Volkswagen. VW bekommt damit Zugriff auf das Know-how des amerikanischen Unternehmens.
(Bild: Rivian)

Volkswagen will in den kommenden Jahren bis zu fünf Milliarden US-Dollar in den US-Elektroautobauer Rivian stecken. Dafür erwirbt VW Wandelanleihen für eine Milliarde Dollar, anschließend will der Konzern ein Gemeinschaftsunternehmen mit Rivian gründen – und weitere vier Milliarden Dollar in das Geschäft investieren. Die Kooperation ist recht eng gefasst: Software, Steuercomputer und Netzwerk-Architektur. Ein zentraler Punkt: Volkswagen wird für neue Autos in der zweiten Hälfte des Jahrzehnts auf Rivians Technik und Software einschwenken. Volkswagen könnte damit viel Geld sparen, verglichen zu einer Entwicklung der Technik in Eigenregie.

Rivian-Chef RJ Scaringe betonte in einer Telefonkonferenz am Dienstag (25. Juni), dass andere Bereiche wie Batterien oder Antriebstechnik nicht Teil der Partnerschaft seien. Die E/E-Architekturen der etablierten Hersteller sind durch die wachsende Zahl elektronischer Funktionen – etwa Assistenzsysteme, Komfort- und Infotainmentfunktionen – zu komplex geworden. Das Ergebnis sind viele Steuergeräte, bis weit über 100, und kaum noch handhabbare Kabelstränge. Künftige Bordnetze sollen deshalb einfacher aufgebaut werden: Hersteller und Zulieferer sprechen von einer Aufteilung in Domänen, also Funktionsbereiche, und Zonen, die örtlichen Bereiche.