Automechanika Volles Vortragsprogramm beim ASA-Verband

Von Steffen Dominsky 3 min Lesedauer

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Der Verband der Werkstattausrüster in Deutschland bietet auf der Automechanika ein Programm mit vielen aktuellen Themen, die Kfz-Betriebe interessieren (sollten). Wie immer gibt es anschließend die Möglichkeit, Fragen an die Referenten zu stellen.

Der Bundesverband der Werkstattausrüster, kurz ASA, bietet Werkstattinhabern und -Mitarbeitern auf der Automechanika wieder ein interessantes Vortragsprogramm an.(Bild:  ASA-Verband)
Der Bundesverband der Werkstattausrüster, kurz ASA, bietet Werkstattinhabern und -Mitarbeitern auf der Automechanika wieder ein interessantes Vortragsprogramm an.
(Bild: ASA-Verband)

Was haben Werkstattunternehmer vom Vernetzungsstandard „Workshop-Net“? Welche Produktivitätspotentiale können sie damit realisieren? Antworten auf diese und noch mehr Fragen zum ehemaligen Asanetwork beantwortet Frank Beaujean. Er ist Experte in der Werkstattausrüstungsindustrie und arbeitete in den letzten drei Jahrzehnten in leitenden Positionen für verschiedene Werkstattausrüstungshersteller, unter anderem Beissbarth, Snap-on und Maha. Als Geschäftsführer der Asanetwork GmbH entwickelt er den Industriestandard Asanetwork zur markenübergreifenden Vernetzung und Kommunikation von Werkstattausrüstungsgeräten weiter und forciert dessen Verbreitung in Deutschland und Europa.

Technische Daten – wer bietet was?

Das Angebot ist groß und dennoch kann kein Anbieter alles abdecken. Referent Frank Buisson gibt deshalb einen detaillierten Überblick, welche Reparaturdaten die einzelnen Datenpublisher für europäische Werkstätten anbieten. Neben dem Überblick zu den technischen Datenangeboten erklärt er in seinem Vortrag, über welche Systeme diese Daten in Werkstätten genutzt werden können. Buisson ist Experte für technische Datensysteme für freie Werkstätten. Seit über drei Jahrzehnten arbeitet er in leitenden Positionen für verschiedene Datenpublisher in Europa.

Partikelzählung – erste Erfahrungen in Europa

Ihre Einführung war hierzulande schwierig, doch nun läuft’s bei der Partikelzählung. Der Vortrag stellt die seit 1. Juli 2023 bei Dieselfahrzeugen (Euro 6/VI) in Deutschland eingeführte Messung der Partikelanzahl bei der periodischen Abgasuntersuchung dar. Zudem werden Abläufe von PN-Messverfahren in anderen Ländern Europas aufgezeigt. Erste Ergebnisse aus Deutschland und anderen Ländern werden grafisch präsentiert. Ein Ausblick widmet sich abschließend den aktuellen Diskussionen in der Gesetzgebung sowohl bei Diesel- als auch bei Benzinmotoren. Referent Harald Hahn ist Experte für Abgasmesstechnik und Diagnose. Bis 2017 war er Geschäftsführer der AVL Ditest in Deutschland und leitet seit 2004 im Bundesverband der Hersteller und Importeure für Automobil-Service-Ausrüstungen (ASA) e.V. den Fachbereich Diagnose und Abgasmessgeräte.

Fahrtenschreiber-Umrüstung

Der so genannte Mobilitätspakt 1 der EU aus dem Jahr 2020 schreibt für Lkw und Nutzfahrzeuge über 3,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht im grenzüberschreitenden Verkehr (ab 1. Juli 2026 auch für Kleintransporter über 2,5 Tonnen) den Einbau von Tachographen der 2. Generation (Smart Tacho 2) vor. Betroffen sind Millionen Fahrzeuge in ganz Europa. Ralf Semmler erklärt, welche Umrüstpflichten und -fristen für welche Fahrzeuge und vorhandenen Tachographen-Typen gelten, welche Technik eingesetzt werden kann sowie Details und Hintergründe der gesetzlichen Vorgaben. Semmler ist Experte für Fahrtenschreiber und Geschwindigkeitsbegrenzer, Verordnungen in Europa und Deutschland sowie AETR-Ländern.

Das Secure-Gateway-Urteil und seine Folgen

Am 5. Oktober 2023 urteilte der europäische Gerichtshof, dass die OBD-Zugangsbeschränkungen (begründet mit notwendigen Cybersecurity-Maßnahmen) durch Einführung eines Secure Gateways nicht mit der aktuellen Typzulassungsregelung vereinbar und damit unzulässig sind. Der Gesamtverband Autoteile-Handel (GVA), unterstützt von weiteren Verbänden und Werkstattketten, hat daraufhin sechs Automobilhersteller verklagt, die eingeführten Beschränkungen zurückzunehmen. Referent Dr. Harald Neumann war über 30 Jahre für die Robert Bosch GmbH in verschiedenen Managementpositionen im Automobilbereich in Deutschland, USA und China beschäftigt, davon die letzten zehn Jahre als Vice President Engineering in der Werkstattausrüstung. Er verrät, welche Konsequenzen das Brüsseler Urteil künftig haben könnte.

„Workshop-Net“ in AU- und SP-Betrieben

In seinem zweiten Vortrag thematisiert Frank Beaujean, wie speziell AU- bzw. SP-Betriebe in Deutschland das „Workshop-Net“ im Zusammenspiel mit AÜK plus in ihrer Werkstatt etablieren und anwenden können – und vor allem, welche Vorteile sich daraus für sie ergeben.

(Bild:  ASA)
(Bild: ASA)

Alle Vorträge sind so konzipiert, dass das Publikum die Möglichkeit hat, innerhalb der geplanten Vortragszeiten von 30 Minuten im Anschluss Fragen direkt an die Referenten zu stellen. Die Vorträge finden in der Automechanika-Academy Halle 8, M78 statt, die Teilnahme ist kostenlos.

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