VW beteiligt sich an Hahn & Lang
Zwei Gesellschaften für Volkswagen und Audi gegründet. Unternehmensleitung durch jeweils einen Hahn + Lang-Geschäftsführer sowie einen beirat mit je drei Vertretern der Hersteller und der Inhaberfamilien. Otto Hahn bewertet diese Entscheidung als "weitreichenden Schritt mit Blick in die Zukunft".
Der Volkswagen-Konzern beteiligt sich mit seinen Gesellschaften Volkswagen Synko und Audi Synko zum 1. Januar 2004 mit 51 Prozent am Autohaus Hahn + Lang in Stuttgart. Trotz dieser Mehrheitsbeteiligung bleibt das operative Geschäft zu 49 Prozent zu gleichen Teilen in den Händen der Inhaber-Familien Hahn und Lang. Auf Grund der von den Herstellern angestrebten Markentrennung hat Hahn + Lang bereits im August zwei separate Gesellschaften gegründet: für Volkswagen die "Hahn + Lang Automobile GmbH & Co. KG", für Audi die "Audi Zentrum Stuttgart GmbH & Co. KG".
Die Geschäftsführung der Unternehmen wird von zwei Hahn + Lang-Fürhungskräften übernommen, flankiert vom Beirat mit je drei Vertretern der Hersteller und der Inhaberfamilien. VW und Audi nehmen so Einfluss auf strategische Entscheidungen.
Alle rund 640 Mitarbeiter sollen weiterbeschäftigt werden. Die acht Betriebsstätten im Stadtgebiet Stuttgart bleiben bestehen. Erklärtes Ziel von Konzern und Inhaberfamilien sei es, den Marktanteil in Stuttgart mit diesem "offensiven Schritt" zu steigern, heißt es. Die Stimmen der beiden Gesellschafter:Otto Hahn: "Mit unseren neuen Partnern ist es uns möglich, die Marken VW und Audi am Standort Stuttgart leistungsfähiger zu präsentieren und die individuellen Kundenwünsche noch besser zu erfüllen.".
Fritz Peter Lang: "Unsere Kunden werden weiterhin von dem ihnen vertrauten personal betreut. So wird der Vorteil der Atmosphäre eines Familienunternehmens mit den Vorzügen der Markenexklusivität verbunden."Das Unternehmen Hahn + Lang wird 2003 voraussichtlich 270 Millionen Euro erwirtschaften. Dem liegt ein Neuwagenabsatz der Marken Volkswagen und Audi von rund 7.350 Fahrzeugen zu Grunde. Rund 5.200 Gebrauchte wurden gehandelt. Der Serviceumsatz beläuft sich auf rund 45 Millionen Euro.
Die Herstellerbeiteiligung betrifft ausschließlich die Stuttgarter Filiane. Die weiteren Gesellschaften der Hahn-Gruppe und ihrer Beteiligungsunternehmen in der Region Stuttgart werden von der Übernahme nicht tangiert. Dies sind:
- Hahn Automobile in Schorndorf, Göppingen, Uhingen, Wendlingen, Ludwigsburg, Sindelfingen.
- Hahn + Leonberger Automobile in Esslingen und Plochingen.
- Hahn + Mayer Automobile in Fellbach, Waiblingen und Winnenden.
- HBM Automobile in Backnang.
- Porsche Zentrum Flughafen Stuttgart.
- Porsche Zentrum Göppingen.