Die 4x4-Technik liefert VW nun anders als zuvor direkt ab Werk. Damit sollen die Kosten für die 4-Motion genannte Antriebsversion im Vergleich zum Vorgänger deutlich sinken. Von Haus ist der quer (Frontantrieb) oder längs (Heckantrieb) eingebaute Motor an ein Sechsgang-Handschaltgetriebe gekoppelt. Alternativ bietet VW eine Achtgang-Automatik an.
Insgesamt sind rund 70 Karosserie-Antriebsderivate-Kombinationen möglich. 70 Prozent aller Fahrzeuge werden allerdings von Ausbauern individualisiert. Als praktische Lösung offeriert VW nun einen universellen Ladeboden. Dieser gibt durch die werksseitige Berücksichtigung vieler Fixierpunkte den Kunden die Möglichkeit, ihre bereits vorhandenen Schranksysteme einfach einzubauen oder diese beim Verkauf des Fahrzeugs mitzunehmen.
VW hat bei der Entwicklung auf die Kunden gehört, meint VW-Nutzfahrzeugchef Eckhard Scholz und rechnet ein Ergebnis dieses Zuhörens hoch. „Die neue Schiebetür schließt drei Sekunden schneller als die im Vorgängermodell. Das summiert sich bei Kurierfahrern auf 10 Minuten am Tag und im Jahr fast auf eine Woche gesparte Arbeitszeit“. Ein wichtiger Punkt, sieht man doch speziell im wachsenden Online-Handel das Potential um die Absatzerwartungen zu realisieren.
Nicht nur Zuladung, Ladevolumen und Wirtschaftlichkeit standen im Fokus der Entwicklung, sondern auch Sicherheit und Komfort. So lässt sich der Crafter mit Assistenzsystemen umfangreich aufrüsten. Zu den Helfern zählen unter anderem die automatische Distanzregelung ACC, ESP mit Gespann-Stabilisierung, Multikollisionsbremse sowie Assistenten fürs Ausparken, für die Seitenwindkorrektur und zum Rangieren eines Anhängers. Dabei hilft die erste elektromechanische Lenkung im Segment. Außerdem im Angebot sind Rückfahrkamera, Parkdistanzkontrolle und LED-Scheinwerfer, Abbiegelicht und Fernlichtassistent. Die gängigen Telematiksysteme lassen sich durch eine universelle Schnittstelle einfach integrieren.
Optisch bleibt es bei der typischen Kastenform. Mit streng gezeichnetem Gesicht sieht der Crafter wie eine große Ausgabe des T6 aus und reiht sich in die Designsprache der VW-Nutzfahrzeugmodelle ein. Allerdings hat bei einigen Details auch die Unfallversicherung mitgewirkt. So ist an der Seite des Grills ein kleiner, unscheinbarer Tritt versteckt, mit dessen Hilfe man einfacher die Frontscheibe reinigen kann und die verhindert, dass der Fahrer riskante Kletteraktionen vornimmt. Um diesen kleinen Fortschritt zu verstehen, braucht es sogar kein Getrommel.
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