Porsche SE VW-Dachgesellschaft kämpft mit Schwäche der Beteiligungen

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Absatzflaute in China und Verbrenner-Comeback: Die Turbulenzen beim Premiumhersteller Porsche zogen den VW-Konzern zuletzt tief ins Minus. Diese Schwäche belastet aber auch die Eigentümerfamilien.

Das Hin und Her des künftigen Kurses von Porsche hat viel Geld gekostet – das Konzernergebnis der Porsche SE ist eingebrochen.(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Das Hin und Her des künftigen Kurses von Porsche hat viel Geld gekostet – das Konzernergebnis der Porsche SE ist eingebrochen.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

VW-Eigentümerholding Porsche SE hat in den ersten neun Monaten die Schwäche bei ihren Kernbeteiligungen deutlich zu spüren bekommen. Von Januar bis September brach das Konzernergebnis nach Steuern um die Hälfte auf 1,24 Milliarden Euro ein, wie die Porsche SE am Dienstag, 11. November, mitteilte. Die Stuttgarter sind vorwiegend am Volkswagen-Konzern und dem Sport- und Geländewagenbauer Porsche AG beteiligt. 

Insbesondere beim Hersteller Porsche selbst kosten im laufenden Jahr unter anderem die strategische Kehrtwende bei Elektroautos sowie die Schwäche im Chinageschäft sehr viel Geld. In der Holding bündeln die Eigentümerfamilien Porsche und Piëch ihre Anteile an Porsche sowie am VW-Konzern und investieren über die Holding zugleich in weiteren Wirschaftsbereichen. Zuletzt hatten sie angekündigt, stärker vom Verteidigungs- und Sicherheitsmarkt profitieren zu wollen.

Schulden sinken leicht

Bei den um Sondereffekten bereinigten Ergebnissen stand in den ersten neun Monaten bei der Porsche SE ein Gewinn von 1,59 Milliarden Euro nach 2,48 Milliarden Euro ein Jahr zuvor. Dabei sind vor allem Wertberichtigungen der Beteiligungen ausgeklammert. Das angepasste Konzernergebnis ist die zentrale Steuerungsgröße des Managements um Vorstandschef Hans Dieter Pötsch. Die im September erneut gesenkte Jahresprognose von 0,9 bis 2,9 Milliarden Euro bereinigtem Konzernergebnis bestätigte der Vorstand.

Die Nettoverschuldung lag Ende September bei 5,02 Milliarden Euro. Damit ist sie gegenüber dem Stand zum Jahreswechsel von knapp 5,16 Milliarden Euro etwas gesunken. Zum Jahresende soll sie weiter in der Bandbreite von 4,9 bis 5,4 Milliarden Euro liegen. Über die Holding hatten sich die Familien 2022 beim Börsengang der Porsche AG 25 Prozent plus einer Aktie der Stammaktien gesichert – dafür aber Schulden in Milliardenhöhe aufgenommen.

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