Herstellerranking VW dominiert den deutschen E-Auto-Markt

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Der einstige Volkswagen-Konzernchef Herbert Diess wurde für seinen elektrofreundlichen Kurs regelmäßig kritisiert – oder belächelt. Doch inzwischen schneidet der Konzern in der E-Mobilität so gut ab, dass er mit E-Autos sogar Marktanteile gewinnen kann.

Statt nur an einem Tag pro Woche sollen VW-Mitarbeiter im Management wieder viermal pro Woche an ihren Arbeitsplatz kommen.(Bild:  Mario Hommen/SP-X)
Statt nur an einem Tag pro Woche sollen VW-Mitarbeiter im Management wieder viermal pro Woche an ihren Arbeitsplatz kommen.
(Bild: Mario Hommen/SP-X)

Der VW-Konzern dominiert den deutschen Elektroautomarkt. Mit einem Marktanteil von gut 46 Prozent im ersten Halbjahr liegen die Wolfsburger nicht nur meilenweit vor der Konkurrenz, sondern vor allem sehr viel besser als vor einem Jahr, wie eine Auswertung von Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes durch die dpa zeigt. Damals waren es erst knapp 32 Prozent. Auf Platz zwei liegt die BMW Group mit den Töchtern Mini und Rolls-Royce, die auf gut 11 Prozent kommt. Tesla – vor einem Jahr noch die Nummer zwei mit knapp 12 Prozent – ist dagegen auf 3,6 Prozent und Rang acht abgestürzt. 

Dass VW auf dem deutschen Automarkt dominiert, ist an sich nicht ungewöhnlich, auch im Gesamtmarkt kommen die Marken des Konzerns zusammen meist auf rund 40 Prozent Marktanteil. Lange war die Position der Wolfsburger bei den Elektroautoneuzulassungen aber deutlich schlechter als im Gesamtmarkt; inzwischen ist sie um gut vier Prozentpunkte besser. Sprich, der Autobauer erobert mit den E-Autos Marktanteile.

BMW nur noch knapp vor Skoda

Wie dominant der Volkswagenkonzern auf seinem Heimatmarkt ist, zeigt ein Vergleich auf Markenebene. Nach dieser Systematik belegen Fabrikate der Wolfsburger die Plätze eins, drei, vier, und fünf in Sachen Elektrifizierung, allen voran die Kernmarke. Nur BMW gelingt es, sich auf Platz zwei in die Phalanx zu schieben. Und selbst um diesen Platz müssen die Münchner kämpfen. Der Vorsprung auf Skoda betrug im ersten Halbjahr gerade einmal 213 Autos. Die Tschechen haben vor allem dank des Elroq als neuem Elektromodell massiv zugelegt.

Ganz fair ist dieser Vergleich nicht, bedient BMW doch das Premiumsegment, Skoda dagegen den Volumenbereich. Stellt man die Münchner neben die alten Erzrivalen Audi und Mercedes-Benz zeigen sich dagegen weiter klare Unterschiede. Die Konkurrenten liegen einige Tausend Autos zurück und auf den Rängen vier und sechs. 

Auf Modellebene zeigt sich ein ähnliches Bild: Hier gehen die Ränge eins bis sechs an den VW-Konzern mit dem ID.7 an der Spitze. Auf Platz sieben folgt BMWs X1. Teslas Model Y, lange die Nummer eins, muss sich inzwischen mit Platz neun begnügen.

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