VW: Erst Stopp, dann go

Redakteur: Anita Friedel-Beitz

Die Volkswagen AG wird ihre Identteile-Logistik am neuen Standort der "stop+go"-Systemzentrale im westfälischen Unna konzentrieren.

Die Volkswagen AG wird ihre Identteile-Logistik am neuen Standort der "stop+go"-Systemzentrale im westfälischen Unna konzentrieren. Zu deren neuem Geschäftsführer bestellte VW unlängst überraschend Detlef Saemisch, bis Mitte 2005 Vertriebsleiter Deutschland der Werkstattkette A.T.U.

Entgegen anderslautenden Gerüchten will der Wolfsburger Autobauer sein Werkstattkonzept „stop+go“ weiter ausbauen. Wie Volkswagen-Aftersales-Chef Dietmar Hildebrandt am Rande einer Automechanika-Pressekonferenz erklärte, soll sich die Zahl der deutschen stop+go-Partnerbetriebe von derzeit 93 bis Ende 2008 auf rund 200 nahezu verdoppeln.

Wie aus gut unterrichteten Kreisen weiter verlautet, sollen allein in der Bundeshauptstadt Berlin bis Ende dieses Jahres weitere acht stop+go-Betriebe ans Netz gehen. Diese acht neuen Filialen sollen allerdings von der Volkswagen AG selbst betrieben werden. Als weitere Standorte seien Hamburg, Hannover und München im Gespräch, wo Volkswagen teilweise bereits selbst in das Retail-Geschäft eingestiegen ist.

Grundsätzlich will VW an seinem ursprünglichen Standort-Konzept festhalten, sich mit weiteren Stop+go-Filialen in Städten mit mindestens 120.000 Einwohnern in der Nähe "freier Konkurrenten" wie A.T.U oder Pit-Stop niederzulassen. Bei der Besetzung freier Standorte sollen grundsätzlich Servicebetriebe aus der VW-Handelsorganisation bevorzugt werden.

Damit scheinen Spekulationen vom Tisch, wonach Volkswagen das Ende der 90er Jahre vom damaligen VW-Servicechef Knut Schüttemeyer initiierte Werkstattkonzept "stop+go" im Zuge seines konzernweiten Spar- und Sanierungsprogramms "ForMotion" stoppen wolle.