VW ID – „Es wird ein Tablet auf Rädern“

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Lassen Sie uns über die Strategie sprechen. Herr Müller hat 30 Elektroautos bis 2025 angekündigt – sind das alles neue Modelle oder Derivate?

Wir werden einige Fahrzeuge auf bestehenden Architekturen herausbringen. Aber ein großer Anteil wird auf dem MEB basieren.

Welche Bandbreite hat denn der MEB?

Mit dem MEB decken wir eine Skalierung von unterhalb des Golfs bis hin zum Passat oder Tiguan ab.

Wie wollen Sie dann gegen Konkurrenten wie Tesla, die jetzt schon in der E-Mobilität unterwegs sind und Erfahrungen sammeln, bestehen?

Wir respektieren die Arbeit, die Tesla leistet. Aber Volkswagen ist ebenfalls leistungsfähig. Für uns spricht die umfassende Erfahrung mit der Industrialisierung von Technik und deren Verarbeitung. Zum Beispiel werden wir die Elektromobilität in die bestehenden Produktionsanlagen integrieren. Dies wird notwendig, da wir 2020 sofort ins Großvolumen gehen und die Anzahl der Autos sehr schnell hochfahren werden.

Worauf kommt es da an?

Für uns ist die gesamthafte Integration der neuen Technik wichtig. Volkswagen muss vor allem bei der Batterie die gesamte Wertschöpfungskette verstehen. Aus meiner Sicht sind wir noch lange nicht am Ende der Batterietechnik angekommen. Wir sind aktuell im Zeitalter von Lithium-Ionen, es bahnen sich jetzt schon die nächsten Technologien an. Die müssen wir beherrschen.

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Welche Rolle spielt der Elektromotor?

Die Entwicklung des E-Motors ist noch nicht zu Ende. Aber wir müssen zunächst den Elektromotor im Zusammenspiel mit der Leistungselektronik deutlich günstiger machen. Auch hier hilft uns der MEB. In diesen lässt sich die Leistungselektronik preiswert integrieren.

Also bleibt es auch in Bezug auf die E-Mobilität beim altbekannten VW-Spruch: „Wir kommen spät, aber richtig“?

Dieser Satz gefällt mir.

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