VW-Lkw-Tochter Traton schließt 2020 Verlust nicht aus

Von dpa

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Volkswagens Nutzfahrzeugholding hofft nach der schwierigen ersten Jahreshälfte auf eine gewisse Erholung im restlichen Jahr. Trotzdem könnten in der Bilanz am Ende rote Zahlen stehen.

(Bild:  Traton)
(Bild: Traton)

Die Volkswagen-Nutzfahrzeugholding Traton kann wegen der Kaufzurückhaltung der Kunden einen Verlust im Gesamtjahr nicht ausschließen. Zwar zeigte sich der neue Traton-Chef Matthias Gründler zuversichtlich für eine gewisse Erholung in der zweiten Jahreshälfte.

„Da sich unser Geschäft nach dem starken Einbruch im April langsam stabilisiert hat, rechnen wir für das laufende Quartal mit einer schrittweisen Erholung der Verkäufe, sofern die Zahl der Neuinfektionen nicht erneut ansteigt“, sagte Gründler. Im Gesamtjahr kann die Gruppe aus MAN, Scania und der südamerikanischen Volkswagen Caminhões e Ônibus wegen des insgesamt erwarteten „drastischen Absatzrückgangs“ aber einen operativen Verlust nicht ausschließen.

Im zweiten Quartal sackten die Bestellungen für Lkw und Busse im Jahresvergleich um 41 Prozent auf 33.270 Fahrzeuge ab, wie Traton am Freitag in München mitteilte. Der Umsatz fiel um 38 Prozent auf 4,4 Milliarden Euro, weil bereits der Absatz um mehr als die Hälfte zurückging.

Im operativen Geschäft stand ein Verlust von 382 Millionen Euro nach einem Gewinn von 585 Millionen Euro vor einem Jahr zu Buche. Auch unter dem Strich rutschte Traton in die roten Zahlen und schrieb einen Verlust von 385 Millionen Euro nach 408 Millionen Euro Gewinn vor einem Jahr.

Bei MAN plant das Unternehmen derzeit einen möglicherweise Tausende Stellen umfassenden Arbeitsplatzabbau. Allerdings hatte es zwischen Arbeitnehmern und dem bis Mitte Juli amtierenden Ex-Traton-Chef Andreas Renschler Streit darum gegeben. Renschler hatte dann den Stuhl für Gründler räumen müssen.

Am Freitag hatte auch Scania angekündigt, rund 5000 Stellen zu streichen. Um weiter profitabel zu bleiben und weil es noch eine lange Zeit dauern werde, bis die Nachfrage das Vor-Krisen-Niveau erreiche, müsse die Kostenstruktur des Unternehmens langfristig angepasst werden, teilte Scania-Chef Henrik Henriksson mit. Die Zahl war bereits Anfang Juni angeklungen.

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