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VW-Mitarbeiter sind mit der Konzernführung unzufrieden

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In einem internen Interview sagte Personalvorstand Karlheinz Blessing laut „DPA§: „Wer viel tut, der macht nicht alles richtig. Das gilt für jeden.“ Er betonte aber, das Thema Diesel werde „unverändert mit großem Kraftaufwand“ aufgearbeitet, die Transformation des Unternehmens sei sozialverträglich in Gang gesetzt. „Eine Kulturveränderung kann man nicht kurzfristig umsetzen, sie erfordert Zeit.“ Die meisten Beschäftigten sähen Volkswagen aber als guten Arbeitgeber.

Auch Betriebsratschef Bernd Osterloh äußerte sich im VW-Intranet zur Kritik am Unternehmen: „Die interne Kommunikation benötigt Reformen, der Kulturwandel kommt nicht aus den Startlöchern, etliche Kolleginnen und Kollegen machen sich langfristig Sorgen, ob sie gesund in die Rente kommen. Und, für mich besonders alarmierend: Die große Mehrheit der Befragten fühlt sich auf dem Weg in die Zukunft unzureichend eingebunden – das darf nicht sein.“

Er gab zu bedenken, dass die Mitarbeiter daran zweifeln würden, „dass bei Volkswagen Wirtschaftlichkeit und Beschäftigungssicherung tatsächlich noch als gleichrangige Unternehmensziele gesehen werden. Diese Befürchtung müssen wir sehr ernst nehmen.“ Blessing betonte, für jeden Standort sei eine Perspektive für die Zukunft entwickelt worden: „Wir unternehmen enorme Anstrengungen, Arbeit bei Volkswagen dauerhaft zukunftsfest zu machen.“

Osterloh wiederum sagte, die große Mehrheit der Kollegen wünsche sich tarifliche Wahlmöglichkeiten für mehr Entgelt oder mehr Freizeit. 73 Prozent hätten gerne mehr flexible Arbeitszeitmodelle.

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Über den Autor

 Christoph Seyerlein

Christoph Seyerlein

Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«