Wahl-Group: Rasantes Wachstum nach Jubiläum

Seite: 2/3

Anbieter zum Thema

Neben seiner Funktion als Geschäftsführer der Wahl-Group ist der Unternehmer seit vielen Jahren Vizepräsident des Verbands Deutscher Renault-Händler. „Renault hatte zu Beginn der Umweltprämie große Lieferschwierigkeiten und konnte keine verbindlichen Aussagen treffen. Unter anderen Bedingungen hätten wir noch mehr Fahrzeuge verkaufen können“, sagt Wahl. Durch den staatlichen Zuschuss gelang es den Verkäufern schon zur Jahresmitte, ihre Planzahlen zu erfüllen – ausliefern konnten sie viele Fahrzeuge aber erst später. Viele Kunden wanderten wegen dieser Wartezeit zum Wettbewerb ab.

20846640

Dennoch lobt er das Engagement des Importeurs, der gut für den deutschen Markt gearbeitet habe und Kontingente aus dem europäischen Ausland für Deutschland freigegeben habe. „Bei manchen Fahrzeugen hat das Werk einfach die Betriebsanleitungen ausgetauscht und die Neuwagen zu uns umgeleitet“, resümiert Wahl. Die Masse an Fahrzeuglieferungen zum Herbst des Jahres habe das Unternehmen teilweise vor logistische Probleme gestellt, da in den Stoßzeiten vier bis fünf Autotransporter vor den Ausstellungsräumen gestanden hätten und Neuwagen hätten abladen wollen.

Hightech-Standort

Jede Geschichte hat ihren Anfang. Die der Wahl-Group ist förmlich im Boden des Siegerlands verwurzelt. „Vor 100 Jahren war die Region aufgrund des Erzabbaus ein Hightech-Standort“, sagt Wahl. Fernab von den großen Städten siedelten sich in der Region Mitte des 19. Jahrhunderts zahlreiche Unternehmen an, wodurch einige der ältesten Autohäuser Deutschlands ihren Sitz in Siegen haben.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 13 Bildern

Thomas Wahls Urgroßvater Philipp gründete das Unternehmen im Jahr 1898 und eröffnete in seinem Wohnhaus zunächst eine „Waagenbau- und Eisenkonstruktionswerkstätte“. Großwaagen, wie sie die Firma Wahl produzierte, fanden ihren Einsatz in der Eisen erzeugenden und verarbeitenden Industrie sowie bei der Eisenbahn.

Freude am Fahren

Der gelernte Kupferschmied Wahl entdeckte früh die ‚Freude am Fahren’ und reparierte zusätzlich Fahrräder.

Neben der Faszination für Autos und Motorräder fand Wahl auch Gefallen an anderen Produkten: Da die Kleinbahnlinie Weidenau-Deuz nah bei seinem Haus hielt, verkaufte er in seinem Ladengeschäft nicht nur Fahrkarten an die Pendler, sondern auch Porzellan- und Korbwaren, Geschenkartikel, Nähmaschinen und Spielwaren. Auch Öfen, Herde, Wasch- und Wringmaschinen gab es bei Philipp Wahl.

(ID:328360)