Energiekosten Warum Strom in Deutschland so teuer ist

Von Clemens Gleich

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Deutsche Strompreise kennen nur eine Richtung: nach oben. Seit Beginn der Energiepreiskrise 2021 sogar mit Raketenantrieb. Wird es für Automobilhändler und Werkstätten auch mal wieder billiger? Ein Hintergrundbericht liefert Erklärungen und Prognosen.

Erneuerbare Energien oder Braunkohle? Zwischen diesen beiden Extremen findet die deutsche Stromerzeugung derzeit statt.(Bild:  Joerg Mettlach – RWE AG)
Erneuerbare Energien oder Braunkohle? Zwischen diesen beiden Extremen findet die deutsche Stromerzeugung derzeit statt.
(Bild: Joerg Mettlach – RWE AG)

Viele Menschen verbinden den Beginn der Gaspreiskrise mit dem Ukrainekrieg. Aber das ist falsch. Tatsächlich begann die Gaspreiskrise schon weit vorher, im Jahr 2021: Deutschland stellte fest, dass der Strompreis direkt am Gaspreis hängt und dass alle Energiepreise stark miteinander verwoben sind. Damals ging es um die Zulassung der zweiten Erdgaspipeline aus Russland, „Nord Stream 2“. Doch um zu verstehen, warum diese Situation so kitzlig wurde, müssen wir noch früher einsteigen: bei der deutschen Energiewende.

Erneuerbare Energien sind nur ohne ihre Nebenkosten „billig“

Deutschlands Politiker haben sich zum Ziel gesetzt, möglichst viel Energie aus Photovoltaik (PV) und Windkraftanlagen (WK) zu gewinnen („Erneuerbare Energien“, EE). Beiden Energieformen ist gemein, dass sie Strom je nach Wetterlage liefern statt dann, wenn Strom gebraucht wird. Zum Glück lösen sich PV und WK zumindest saisonal etwas ab. Es gibt also im Sommer mehr PV-Strom, im Winter mehr WK-Strom. In windstillen Sommernächten oder winterlichen Flautenächten jedoch gibt es: nichts.