Kfz-Gewerbe Bayern Werkstätten müssen HU-Adapter nutzen können

Von Nick Luhmann 2 min Lesedauer

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Positiv reagiert das bayerische Kraftfahrzeuggewerbe auf die Nachricht von TÜV Süd, allen Kfz-Betrieben den HU-Adapter zur Verfügung zu stellen. In der Vergangenheit hatte es immer wieder Probleme bei der Hauptuntersuchung gegeben, weil Werkstätten diese Software fehlte.

Seit 2015 kommt der HU-Adapter zum Einsatz. (Bild:  Dominsky – VCG)
Seit 2015 kommt der HU-Adapter zum Einsatz.
(Bild: Dominsky – VCG)

Das Kraftfahrzeuggewerbe Bayern begrüßt die Ankündigung des TÜV Süd, den Kfz-Betrieben künftig die Software des sogenannten HU-Adapters zur Nutzung zur Verfügung zu stellen. „Seit zehn Jahren wird der HU-Adapter von den Prüforganisationen genutzt – und seitdem treten immer wieder Fälle auf, bei denen erhebliche Mängel an Fahrzeugen erst bei der Hauptuntersuchung erkannt werden, weil den Werkstätten der HU-Adapter nicht zur Verfügung steht“, sagt Günter Friedl, Präsident und Landesinnungsmeister des Kraftfahrzeuggewerbes Bayern.

Günter Friedl, Präsident des bayerischen Kraftfahrzeuggewerbes, äußerte sich erleichtert über die Entscheidung des TÜV Süd, zukünftig allen Kfz-Betrieben den erforderlichen HU-Adapter zur Verfügung zu stellen. (Bild:  Kfz-Gewerbe Bayern)
Günter Friedl, Präsident des bayerischen Kraftfahrzeuggewerbes, äußerte sich erleichtert über die Entscheidung des TÜV Süd, zukünftig allen Kfz-Betrieben den erforderlichen HU-Adapter zur Verfügung zu stellen.
(Bild: Kfz-Gewerbe Bayern)

Dies sei für alle Beteiligten – Autofahrer, Kfz-Betriebe und auch Prüfer – eine höchst unbefriedigende Situation. Werkstätten müssten mit denselben Mitteln arbeiten können wie die Prüforganisationen. Nur so könne eine Hauptuntersuchung sauber vorbereitet werden. Deshalb ist sei es ein wichtiger Schritt, dass der TÜV die Software des HU-Adapters für Kfz-Betriebe bereitstellen will.

Die Nutzung einer „abgespeckten“ Version des HU-Adapters durch Kfz-Betriebe im Rahmen der Sicherheitsprüfung (SP) im Nutzfahrzeugbereich zeige, wie wichtig es gerade auch für die Verkehrssicherheit sei, die Elektronikprüfung als immer komplexer werdenden Anteil am Fahrzeug mit den besten zur Verfügung stehenden Mitteln durchführen zu können, so Friedl. In Werkstätten und an Prüfstellen der Überwachungsorganisationen müssten identische und reproduzierbare Ergebnisse erzielt werden können. Es dürfe kein Durcheinander bei der Software herrschen. Der sogenannte HU-Adapter wurde von der Fahrzeugsystemdaten GmbH (FSD) entwickelt und soll in diesem Jahr vorgestellt werden.

Auch fairer und verlässlicher Zugang zu Fahrzeugdaten erforderlich

„Neben den Möglichkeiten des HU-Adapters brauchen Kfz-Betriebe vor allem einen sicheren, verlässlichen Zugang zu Fahrzeugdaten – das ist eine zentrale Forderung des Kraftfahrzeuggewerbes gegenüber der Herstellerindustrie. Als Anbieter des HU-Adapters hat die FSD alle nötigen Daten aller Hersteller vorliegen. Hier würde es sich also anbieten, Kfz-Betrieben künftig über die FSD die Herstellerdaten zentral auch in der zur HU gehörenden Abgasuntersuchung zur Verfügung zu stellen. Das vereinheitlicht den Informationstransfer der Hersteller, erleichtert den Kfz-Betrieben und an der Prüfstelle die Arbeit – und ist zudem die ureigene Aufgabe der FSD“, sagt Präsident Friedl.

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