Werkstattausrüstung Elektromobilität Werkstattmitarbeiter schulen und schützen

Von Dipl. Ing. (FH) Konrad Wenz

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Die Zulassungszahlen an Hochvoltfahrzeugen steigen immer weiter an. Daraus folgt automatisch, dass ein solches Fahrzeug auch mal in der Werkstatt aufschlägt. Diese muss investieren – in Ausstattung und Know-how.

Bei Hochvoltfahrzeugen heißt es nicht nur „gewusst wie“ – sondern auch womit.(Bild:  SPX)
Bei Hochvoltfahrzeugen heißt es nicht nur „gewusst wie“ – sondern auch womit.
(Bild: SPX)

Es reden zwar alle darüber, aber im Moment spielt die E-Mobilität hierzulande noch eine untergeordnete Rolle. Gerade mal 1,3 Millionen zugelassene batterieelektrische und hybride Automobile gibt es auf unseren Straßen, was etwa 2,6 Prozent des Fahrzeugbestands ausmacht. Aber Experten erwarten, dass bis zum Jahr 2030 etwa 25 Prozent der zugelassenen Fahrzeuge rein elektrisch unterwegs sein werden – also höchste Zeit, sich ernsthaft mit E-Fahrzeugen zu beschäftigen.

Zur Kategorie Hochvolt gehören alle Fahrzeuge, die über 60 Volt Gleichstrom nutzen. Mit diesen Automobilen kommen neue Gefahren auf die Werkstätten zu, aus denen neue Arbeits- beziehungsweise Sicherheitsverfahren für diese resultieren. Wie gefährlich Hochvoltfahrzeuge sind, stellte Michael Zierau, Technischer Leiter des Zentralverbands Karosserie- und Fahrzeugtechnik (ZKF), auf dem Deutschen Lackierertag in Petersberg anhand des Toyota Prius dar. Dieses Fahrzeug ist schon seit über 20 Jahren auf dem Markt und arbeitet mit einer 230-Volt-Batterie. Andere Fahrzeuge arbeiten mit deutlich höheren Spannungen, beispielsweise Tesla (400 Volt) und Porsche (800 Volt). Zierau hatte Folgendes berechnet: Wenn der Werkstattmitarbeiter mit der Prius-Spannung in Berührung kommt und der Strom an der Hand in den Körper eintritt und an der Brust wieder austritt, fließen etwa 510 mA durch den Körper. In dem Moment, in dem der Mitarbeiter diese Stromstärke abbekommt, gehen die Überlebenschancen gegen null.