Werkstattplanung: Das Ende der Meistertafel

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Ist die Reparaturzeit kürzer als ursprünglich geplant und stempelt der Monteur den Auftrag aus, berücksichtigt das ARP dies sofort in der Kapazitätsplanung. „Ein Autohaus kann das Programm auch so einstellen, dass es die Aufträge nicht nur nach freien Kapazitäten, sondern auch nach Mitarbeiterqualifikation und verfügbaren Sachressourcen wie Prüfstände oder Spezialwerkzeuge automatisch zuweist“, erklärt Silke Reimann-Otto.

„Äußerst praktisch ist, dass die Software die Zeitkapazitäten kontinuierlich überwacht und meldet, wenn die Zeit überschritten ist“, ergänzt Santilian. Denn so könne der Werkstattmeister im Notfall rechtzeitig gegensteuern.

Doch nicht nur der Werkstattmeister profitiert von der hohen Transparenz in der Werkstatt, sondern auch die Monteure. Denn sie sehen genau, wer wann welche Arbeiten beginnen muss und bis wann diese abgeschlossen sein müssen.

Der Serviceberater wiederum beweist mit dem Werkstattplanungssystem Kompetenz und spart gleichzeitig Zeit, die er dann beispielsweise in die Direktannahme investieren kann. Denn es ist ihm möglich, dem Kunden mithilfe von WPS genau Auskunft darüber zu geben, wo sich sein Auto gerade befindet – ob ein Monteur noch daran arbeitet, ob es gerade Probe gefahren wird oder bereits fertiggestellt ist.

Infoterminal und Controllingtool

Das Autohaus Thiel setzt auch noch andere Module ein, die das umfangreiche Werkstattplanungssystem WPS von HRF bietet, darunter das Infoterminal (INF). Per Mausklick kann die Serviceannahme nicht nur die Namen des Kunden, des zuständigen Serviceberaters sowie den Werkstatttermin auf das Display übertragen, sondern auch multimediale Präsentationen, wie saisonale Angebote oder die Ankündigung von Veranstaltungen.

Das Modul ABS ist ein automatisches Benachrichtigungssystem, das sich der Daten aus dem Werkstattplanungssystem bedient und die Kunden ohne manuellen Aufwand per E-Mail oder SMS an ihren Werkstatttermin erinnert, beziehungsweise sie benachrichtigt, wenn ihr Auto fertiggestellt ist.

Genaue Auskunft darüber, wie sich die Auslastung entwickelt hat und wie produktiv die Werkstatt ist – heruntergebrochen bis auf die einzelnen Mitarbeiter – liefert den Führungskräften das Modul Management-Informationssystem.

„Mit seinen verschiedenen Modulen ist WPS für mich ein hervorragendes Controllinginstrument. Ich sehe in Echtzeit, was in der Werkstatt vorgeht, welcher Monteur gerade unproduktiv ist und welche Termine nicht eingehalten werden können. Spaßeshalber heißt es in der Werkstatt immer: Wenn Du den Santilian sprechen willst, dann stempel einfach auf intern“, schmunzelt der Serviceleiter.

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