Elektroauto-Hersteller Das Aussieben in China beginnt

Von Henrik Bork 3 min Lesedauer

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In China herrscht ein brutaler Wettbewerb im Markt für E-Autos, der einige Pleiten fordern wird. Doch auch weltweit schreiben Autohersteller mit der E-Auto-Produktion rote Zahlen. Das hat mehrere Gründe.

Der Autohersteller Nio soll Medienberichten zufolge jedes Neufahrzeug mit Verlust verkaufen. Der finanzielle Druck im gesamten E-Automarkt ist zuletzt stark gestiegen.(Bild:  Nio)
Der Autohersteller Nio soll Medienberichten zufolge jedes Neufahrzeug mit Verlust verkaufen. Der finanzielle Druck im gesamten E-Automarkt ist zuletzt stark gestiegen.
(Bild: Nio)

Der Preiskrieg im chinesischen Markt für E-Autos ist brutal. „Einen Ozean aus Rot“ nennt es der japanische Zulieferer Nidec. Je mehr er produziere, desto größer würden seine Verluste. Die meisten Hersteller von Elektrofahrzeugen – mit ganz wenigen Ausnahmen – schreiben rote Zahlen. Und dieser Absturz der Profitabilität einer ganzen Branche breitet sich zurzeit weltweit aus. Vor einem industrieweiten „Blutbad“ warnt der Stellantis-CEO Carlos Tavares, sollte der vpr allem von Tesla begonnene Preiskrieg weiter um sich greifen. Auch Teslas Profite sind seinem jüngsten Finanzbericht zufolge stark geschrumpft.

Das chinesische E-Auto-Start-up Nio verschenkt Schätzungen zufolge jedes zweite Fahrzeug, das es baut. Im dritten Quartal 2023 habe das Unternehmen Nettoverluste von 4,56 Milliarden Yuan (rund 590 Millionen Euro) eingefahren – immerhin ein Viertel weniger als im Quartal davor. Zuvor hatte das Start-up angekündigt, seine Belegschaft um zehn Prozent reduzieren zu müssen. Doch die Brutto-Profitmarge sei bei Nio auf 8,8 Prozent gesunken, berichtet das chinesische Fachportal Weike Wang, ein gefährlich niedriger Wert.