Die großen Autohändler Deutschlands 2025 Widmann-Gruppe – Eine Frage der Qualität

Von Harald Czycholl-Hoch 4 min Lesedauer

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Qualität statt Mittelmaß: Dieser Anspruch steht bei der schwäbischen Autohausgruppe Widmann im Vordergrund. Gleichzeitig bestimmen der Fokus auf die Digitalisierung und die Belange der Mitarbeitenden den Wandel bei dem Unternehmen.

Der MAR20X-Betrieb der Widmann-Gruppe in Ebermannsdorf.(Bild:  Widmann-Gruppe)
Der MAR20X-Betrieb der Widmann-Gruppe in Ebermannsdorf.
(Bild: Widmann-Gruppe)

Der Bauch muss dick und weich sein, die „Ärmle“ dünn und knusprig: Das zeichnet eine echte schwäbische Brezel aus. Sie ist allerdings vom Aussterben bedroht: Die dünnen Ärmchen lassen sich nämlich nur in Handarbeit erzeugen. Deshalb sind auch im Schwabenland immer mehr Bäckereien dazu übergegangen, die bayerische Variante der Laugenbrezel anzubieten, die überall etwa gleich dick ist. Denn die Herstellung ist effizienter möglich – und viele Kunden merken es nicht einmal.

Was das Dilemma der schwäbischen Brezel mit dem Automobilhandel zu tun hat? Für Bernd Widmann, Inhaber und Geschäftsführer der gleichnamigen Autohausgruppe aus dem württembergischen Aalen, eine ganze Menge: Für ihn ist die schwäbische Brezel nämlich Ausdruck von echter Handwerkskunst, Berufsehre und damit Qualität – auf dem Besprechungstisch seines Büros steht daher auch das Keramik-Modell einer Brezel. „Es kann nicht sein, dass wir mit Mittelmäßigkeit zufrieden sind“, betont er. „Im Einheitsbrei herumschwimmen kann jeder, aber mit Qualität kann man sich davon absetzen.“ Er selbst und jeder seiner Mitarbeitenden müsse den Anspruch an sich haben, am Abend stolz auf das sein zu können, was er den Tag über geleistet hat, sagt Widmann, dessen Unternehmen im kommenden Jahr sein 70-jähriges Jubiläum feiert. „Dass das mit Mühe verbunden ist, ist klar. Aber die Arbeit kann nur Spaß machen, wenn ich sie gut mache“, so der Geschäftsführer.